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Adobe Aktie: Institutionen streiten

Die Adobe-Aktie startet mit deutlichen Verlusten ins neue Jahr, getrieben von einer Sektorrotation weg von Software. Trotz solider Quartalszahlen und optimistischer Analysten divergieren die Positionen großer Investoren erheblich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverfall trotz positiver Quartalsergebnisse
  • Massive Sektorrotation von Software zu KI-Hardware
  • Großinvestoren handeln diametral entgegengesetzt
  • Analysten sehen erhebliches Aufwärtspotenzial

Adobe eröffnete das Börsenjahr 2026 mit einem Kurssturz von rund 5 Prozent – und das, obwohl der S&P 500 seine viertägige Verlustserie beendete. Während der Gesamtmarkt sich erholte, rutschte die Adobe-Aktie auf etwa 332 US-Dollar ab. Bemerkenswert: Das Unternehmen hatte zuletzt solide Quartalszahlen vorgelegt. Was treibt den Kursverfall?

Kapitalflucht aus Software

Hinter der Schwäche steht eine deutliche Sektorrotation im Technologiebereich. Investoren schichten massiv von Software-Unternehmen in KI-Hardware um. Während Halbleiter-Indizes wie der SMH über 3 Prozent zulegten, gerieten Software-Titel unter Druck.

Adobe fiel zeitweise auf 331,65 US-Dollar und handelt damit deutlich unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 348,64 US-Dollar. Die Aktie nähert sich dem 52-Wochen-Tief von 311,59 US-Dollar – trotz einer Marktkapitalisierung von knapp 140 Milliarden US-Dollar.

Institutionelle Großinvestoren uneins

Aktuelle Meldungen zeigen einen regelrechten Kampf unter den großen Vermögensverwaltern. Die Positionen entwickeln sich diametral auseinander:

Verkäufer:
– Calamos Wealth Management stieg nahezu komplett aus (minus 97,5 Prozent)
– Ninety One UK reduzierte um 17 Prozent, verkaufte Anteile im Wert von über 11.000 Aktien
– Allspring Global Investments verringerte die Position um 6,5 Prozent

Käufer:
– Norges Bank baute eine neue Position von 2,03 Milliarden US-Dollar auf
– UBS Asset Management stockte um über 4 Millionen Aktien auf
– CMH Wealth Management erhöhte seinen Bestand um 69 Prozent

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Starke Zahlen ignoriert

Die fundamentalen Daten sprechen eine andere Sprache als der Kurs. Adobe meldete für das zurückliegende Quartal einen Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar – über den Erwartungen von 6,11 Milliarden. Der Gewinn je Aktie lag mit 5,50 US-Dollar ebenfalls über der Prognose von 5,40 US-Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Adobe einen Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 US-Dollar in Aussicht. Das KGV ist auf etwa 21 gesunken – ein Niveau, das Value-Investoren trotz der technischen Schwäche attraktiv finden.

Analysten bleiben optimistisch

66 Prozent der Wall-Street-Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Piper Sandler bekräftigte jüngst ein Kursziel von 470 US-Dollar – ein potenzielles Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei rund 418 US-Dollar.

Die Kluft zwischen Analystenmeinung und aktuellem Kurs ist erheblich. Während die fundamentale Bewertung für viele Experten attraktiv erscheint, dominiert technisch gesehen weiter der Abwärtstrend. Der Bruch der 340-US-Dollar-Marke könnte weiteren Verkaufsdruck nach sich ziehen.

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