Nach dem Absturz auf ein Mehrjahrestief bei 288 US-Dollar Mitte Januar zeigt die Adobe-Aktie erste Lebenszeichen. Vier Handelstage in Folge ging es aufwärts, der Schlusskurs am Donnerstag lag bei rund 301 US-Dollar. Doch die Erholung bleibt fragil: Auf Jahressicht steht ein Minus von über 31 Prozent zu Buche, und die Sorgen über KI-Konkurrenz lasten weiter auf der Bewertung.
Firefly Foundry: Prominente Partner steigen ein
Rückenwind liefert eine Kooperationsoffensive im Entertainment-Bereich. Adobe stellte mit Firefly Foundry eine kommerziell nutzbare generative KI-Plattform vor, die prominente Unterstützung erhielt. Zu den Partnern zählen die Talentagentur Creative Artists Agency (CAA), B5 Studios sowie mehrere Filmproduktionshäuser und VFX-Studios. Bryan Lourd, CEO von CAA, lobte Adobes Ansatz, Urheberrechte und geistiges Eigentum von Kreativen zu schützen.
Die Plattform soll ein verantwortungsvolles KI-Ökosystem schaffen – ein Argument, mit dem sich Adobe von Konkurrenten wie Midjourney oder Canva abheben will.
Analysten bleiben skeptisch
Die Skepsis an der Wall Street ist dennoch nicht verflogen. Goldman Sachs startete die Bewertung mit „Sell“ und einem Kursziel von 290 US-Dollar, Oppenheimer stufte von „Outperform“ auf „Market Perform“ ab. Der Konsens liegt bei „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 403 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau, aber weit entfernt von früheren Hochs.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?
Die zentrale Sorge: KI-Tools von Microsoft, Alphabet und OpenAI könnten Adobes Kerngeschäft angreifen. Trotz solider Quartalszahlen – im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen – bleibt die Bewertung gedrückt. Das KGV liegt bei 18, das Forward-KGV bei 12,7 – niedrigste Niveaus seit fast zwei Jahrzehnten.
Ausblick auf Q1 2026
Am 12. März 2026 legt Adobe die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 4,85 US-Dollar, was einem Wachstum von 13,3 Prozent entspräche. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management 23,30 bis 23,50 US-Dollar je Aktie an, beim Umsatz werden 25,9 bis 26,1 Milliarden US-Dollar erwartet.
Ob die jüngste Stabilisierung Bestand hat, dürfte sich mit diesen Zahlen entscheiden. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Schwankungen – gefangen zwischen soliden Fundamentaldaten und hartnäckigen Zweifeln am langfristigen Wachstumspotenzial.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
