Rekordumsatz, Gewinnsprung, Dividendenerhöhung — und trotzdem auf Mehrjahrestief. Adidas lieferte für 2025 starke Zahlen, doch der Blick nach vorne trübt das Bild erheblich.
Die im März veröffentlichte Jahresprognose für 2026 verfehlte den Analystenkonsens um rund 15 Prozent: Statt der erwarteten 2,72 Milliarden Euro operativem Gewinn stellte das Management lediglich 2,3 Milliarden in Aussicht. Haupttreiber sind US-Zölle und Währungseffekte, die zusammen mit etwa 400 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die daraus resultierende operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent liegt spürbar unter dem selbst gesteckten Ziel von zehn Prozent — das laut Berenberg-Analyst Nick Anderson frühestens 2028 erreichbar sein dürfte. Berenberg senkte das Kursziel daraufhin von 220 auf 190 Euro, behält aber das Hold-Rating bei.
Anleiheemission verstärkt den Druck
Zusätzlich belastet eine neu angekündigte Anleiheemission die Stimmung. Investoren werten die Ankündigung als Signal für erhöhten Finanzierungsbedarf — ein ungünstiges Timing angesichts der bereits schwachen Kursentwicklung. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 23 Prozent verloren und markierte heute mit 130,50 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Dabei sind die Fundamentaldaten für 2025 durchaus vorzeigbar: Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn stieg um 54 Prozent, und das Management erhöhte die Dividende um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie. CEO Bjørn Gulden erhielt zudem eine Vertragsverlängerung bis 2030.
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Optimistischere Stimmen zeigen Kurspotenzial
Nicht alle Analysten teilen den pessimistischen Ausblick. Morgan Stanley hält an der „Overweight“-Empfehlung fest und senkte das Kursziel nur leicht auf 208 Euro — was vom aktuellen Niveau aus über 40 Prozent Aufwärtspotenzial bedeutet. Die Bank verweist auf Markenmomentum und Fortschritte im Segment Running. UBS bekräftigt ebenfalls ein Kaufvotum mit Zielkurs 219 Euro.
Strukturell bleibt das Zollthema das zentrale Risiko. Da Adidas einen Großteil der Produktion in Asien verortet, treffen US-Importzölle das Unternehmen direkt. Zwar laufen Verfahren zur möglichen Rückerstattung, die US-Regierung leistet jedoch Widerstand. Mittelfristig skizziert das Management ab 2027 währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich.
Am 29. April legt Adidas die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich erstmals konkret, ob die Zoll- und Währungsbelastungen tatsächlich in der prognostizierten Größenordnung ankommen — oder ob die vorsichtige Jahresguidance Spielraum nach oben lässt.
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