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Adidas Aktie: Zahlen am 30. Juli

Adidas präsentiert am 30. Juli die Halbjahresbilanz. Analysten erwarten steigende Gewinne und Umsätze, gestützt durch die Fußball-WM.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zahlenvorlage am 30. Juli 2026
  • Analysten erwarten Gewinnsprung
  • Mehrere Kurszielanhebungen im Vorfeld
  • Aktienrückkaufprogramm läuft weiter

Juli 2026 legt der Konzern die Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor. Der Analysten-Konsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 2,38 Euro, nach 2,07 Euro im Vorjahresquartal. Beim Umsatz wird ein Anstieg auf 6,57 Milliarden Euro erwartet, ein Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Als Treiber gilt die Endphase der Fußball-Weltmeisterschaft, die dem Sportartikelhersteller in den vergangenen Monaten spürbaren Rückenwind verschafft haben soll. Es handelt sich dabei um Schätzungen, keine bestätigten Zahlen – das eigentliche Ergebnis steht erst Ende Juli fest.

Analystenhäuser erhöhen reihenweise die Ziele

Im Vorfeld der Zahlen haben mehrere Analystenhäuser ihre Einschätzung zu Adidas nach oben angepasst. Die Royal Bank of Canada stufte die Aktie bereits Anfang Juni von „Sector Perform“ auf „Outperform“ hoch und hob das Kursziel von 170 auf 210 Euro an. Begründet wurde der Schritt mit einem aus Sicht der Analysten berechenbaren Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche liege.

Ende Juni zogen zwei weitere Häuser nach. Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel von 200 auf 210 Euro und bestätigte die Einstufung „Buy“. Als Argumente nannten die Analysten eine starke Markendynamik sowie positive Absatzeffekte durch die Fußball-WM in Nordamerika. Auch Jefferies bekräftigte sein „Buy“-Rating und hob das Kursziel von 190 auf 205 Euro an – gestützt auf die Erwartung eines starken zweiten Quartals und einer plausiblen Jahresprognose.

Zweite Rückkauf-Tranche läuft, Rückblick auf das erste Quartal

Parallel zur Berichtssaison treibt Adidas sein Aktienrückkaufprogramm voran. Seit dem 23. Juni läuft die zweite Tranche des Programms 2026: Bis zu 500 Millionen Euro will der Konzern in eigene Aktien investieren, maximal 13.359.060 Stück, mit Laufzeit bis zum 30. September 2026. Die erste Tranche über ebenfalls 500 Millionen Euro, umgerechnet 1,8 Prozent des Grundkapitals, war bereits im Februar und März 2026 abgeschlossen worden. Mitte Juli veröffentlichte Adidas erneut tägliche Transaktionsdaten zum laufenden Rückkauf, wie aus den Kapitalmarktinformationen des Unternehmens hervorgeht.

Der Blick auf die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen zeigt, warum die Stimmung unter Analysten so positiv ausfällt. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um 14 Prozent. Das operative Ergebnis kletterte auf 705 Millionen Euro, ein Plus von 15,5 Prozent, der Konzerngewinn lag bei 482 Millionen Euro. Adidas bestätigte im Zuge der Vorlage die Gesamtjahresprognose für 2026. Anfang Mai fand zudem die ordentliche Hauptversammlung in Fürth statt, auf der Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 entlastet wurden.

Kurs bewegt sich unter dem Jahreshoch

An der Börse notiert die Adidas-Aktie aktuell bei 180,40 Euro und gibt am Berichtstag um 0,74 Prozent nach. Damit bleibt der Titel spürbar unter seinem 52-Wochen-Hoch von 209,20 Euro, das im Juli 2025 markiert wurde – der Abstand beträgt 13,77 Prozent. Gleichzeitig liegt die Aktie deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 168,09 Euro, ein Abstand von 7,32 Prozent, was auf eine intakte kurzfristige Erholungsbewegung seit dem Jahrestief im März hindeutet.

Ergänzend meldete der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch Anfang Juni eine Schwellenberührung bei seiner Adidas-Beteiligung, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Für Anleger dürfte in den kommenden Wochen jedoch vor allem der Blick auf den 30. Juli entscheidend sein: Erst dann zeigt sich, ob die optimistischen Kursziele der Analystenhäuser durch tatsächliche Zahlen gedeckt werden.

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Diskussion zu Adidas

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.