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Adidas Aktie: Schattenseiten aufgetaucht?

Trotz Rekordumsatz und höherer Dividende enttäuscht Adidas mit einer Gewinnprognose für 2026, die deutlich unter den Erwartungen liegt. US-Zölle und China-Schwäche belasten die Aussichten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnprognose für 2026 verfehlt Markterwartungen deutlich
  • US-Importzölle und Währungseffekte drücken das Ergebnis
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Management erhöht Dividende um 40 Prozent

Ein historischer Umsatzrekord und eine deutlich angehobene Dividende sollten eigentlich für Feierstimmung sorgen. Stattdessen schickte eine überraschend schwache Gewinnprognose für das laufende Jahr die Papiere von Adidas zuletzt auf Talfahrt. Das Management muss nun aktiv gegensteuern, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Verantwortlich für die gedrückte Stimmung ist die Guidance für 2026. Adidas rechnet mit einem operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro und verfehlt damit die Markterwartungen um gut 15 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit 2,72 Milliarden Euro kalkuliert. Belastungsfaktoren sind dabei vor allem ungünstige Währungseffekte sowie US-Zölle, die das Ergebnis um voraussichtlich 400 Millionen Euro schmälern werden. Der jüngste Kursrückgang drückte den Titel Mitte der Woche bis auf 140,25 Euro und damit auf ein neues 52-Wochen-Tief. Aktuell notiert der Wert kaum erholt bei 140,70 Euro.

Starke Basis trifft auf strukturellen Gegenwind

Dabei liefert das abgelaufene Geschäftsjahr eine überaus robuste Basis. Mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 1,34 Milliarden Euro übertraf der Konzern seine eigenen Ziele deutlich. Um die Anteilseigner bei Laune zu halten, schlägt das Management eine um 40 Prozent höhere Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor. Zudem wurde der Vertrag von CEO Björn Gulden als Zeichen der Kontinuität vorzeitig bis 2030 verlängert.

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Die strukturellen Herausforderungen wiegen momentan allerdings schwerer. Da Adidas einen Großteil seiner Ware in Asien produziert, schlagen die US-Importzölle direkt auf die Marge durch. Gleichzeitig bleibt das wichtige China-Geschäft, das rund ein Viertel der Gesamtumsätze ausmacht, ein Sorgenkind. Regulatorische Hürden und eine spürbare Konsumflaute bremsen das asiatische Wachstum spürbar.

Roadshows sollen Wogen glätten

Um den Vertrauensverlust bei institutionellen Anlegern aufzufangen, absolvierte die Führungsetage bis zum gestrigen Donnerstag eine intensive Roadshow. Im Gepäck hatten die Verantwortlichen einen optimistischeren mittelfristigen Ausblick: Für die Jahre 2027 und 2028 peilt Adidas wieder ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich an.

Ob diese Perspektive ausreicht, um den Markt nach der jüngsten Enttäuschung dauerhaft zu beruhigen, misst sich an harten Fakten. Am 29. April präsentiert Adidas die Zahlen für das erste Quartal 2026. Besonderes Augenmerk wird die Börse dann auf die Entwicklung der Bruttomarge sowie konkrete Fortschritte im stark umkämpften chinesischen Markt legen.

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