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Adidas Aktie: Roadshow im Tief

Adidas Aktie notiert nahe Jahrestief, belastet von einer schwächeren Jahresprognose für 2026. Das Unternehmen stellt sich nun bei Roadshows institutionellen Investoren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Prognose für 2026 liegt unter Markterwartungen
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 20 Prozent
  • Analystenmeinungen zu Adidas gehen stark auseinander
  • Erster Quartalsbericht Ende April als wichtiger Test

Starke Zahlen für 2025, aber ein enttäuschender Ausblick — dieser Widerspruch drückt die Adidas-Aktie seit Wochen nach unten. Heute tritt das Unternehmen bei Roadshows von Berenberg und Nordea vor institutionelle Anleger. Das Timing ist kein Zufall.

Prognose-Lücke als Belastung

Der Kursrückgang der vergangenen Wochen hat einen klaren Auslöser: Adidas rechnet für 2026 mit einem operativen Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro — etwa 15 Prozent unter den Markterwartungen. Zölle und Währungsgegenwind belasten die Aussichten mit rund 400 Millionen Euro. Das trifft das Sentiment umso härter, weil das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent auf rund 24,8 Milliarden Euro eigentlich Stärke signalisiert hatte.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 20 Prozent verloren und notiert knapp über dem 52-Wochen-Tief vom vergangenen Donnerstag. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei über 20 Prozent — ein Zeichen, wie weit sich die Aktie von ihrer mittelfristigen Trendlinie entfernt hat.

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Gespaltenes Analystenurteil

Die Einschätzungen der Analysten klaffen deutlich auseinander. Berenberg senkte das Kursziel zuletzt auf 190 Euro bei „Hold“, RBC Capital Markets sieht den fairen Wert bei 160 Euro und verweist auf anhaltende Nachfragerisiken für Sportartikelwerte. UBS hingegen hält an „Buy“ mit einem Kursziel von 219 Euro fest. Der Konsens liegt bei rund 205 Euro — mehr als 50 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Neben der Finanzstory setzte Adidas zuletzt auch ein Markensignal: Die Auswärtstrikots für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wurden präsentiert, das deutsche Nationalmannschaftstrikot trägt dabei das reaktivierte klassische Trefoil-Logo — ein bewusster Griff ins Markenarchiv zur Stärkung des Lifestyle-Segments.

Erster Stresstest am 29. April

Um die Anleger zu stützen, hat das Management ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro aufgelegt und eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie vorgeschlagen. Ob diese Maßnahmen das Vertrauen zurückgewinnen, hängt maßgeblich vom nächsten konkreten Datenpunkt ab: Am 29. April legt Adidas die Q1-Ergebnisse vor — dann zeigt sich erstmals, ob der prognostizierte Gegenwind durch Zölle und Währungseffekte tatsächlich in der befürchteten Größenordnung durchschlägt oder ob die konservative Jahresprognose noch Spielraum nach oben lässt.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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