Satte Gewinnsprünge und historische Rekordumsätze sorgen normalerweise für Jubel an der Börse. Beim Sportartikelhersteller Adidas verblasst die starke Bilanz des Jahres 2025 jedoch angesichts eines getrübten Ausblicks. Warum reagieren Anleger trotz einer massiven Dividendenerhöhung derart zurückhaltend?
Historisches Wachstum im Rückspiegel
Unter der Leitung von CEO Bjørn Gulden hat der Konzern aus Herzogenaurach im abgelaufenen Jahr operativ eindrucksvoll geliefert. Die Erlöse kletterten währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro – und das gänzlich ohne die mittlerweile eingestellte Yeezy-Produktlinie. Vor allem starke Zuwächse im Direktvertrieb und eine anhaltende Nachfrage nach Retro-Modellen trieben das Geschäft an.
Auch die Profitabilität verbesserte sich signifikant. Geringere Frachtkosten und ein vorteilhafter Produktmix mit weniger Rabattaktionen ließen die Bruttomarge auf 51,6 Prozent ansteigen. Unter dem Strich stand ein operativer Gewinn von 2,06 Milliarden Euro, was einem Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aktionäre sollen an diesem Erfolg durch eine um 40 Prozent höhere Dividende beteiligt werden.
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US-Handelspolitik bremst die Euphorie
Der Blick der Investoren richtet sich jedoch auf die kommenden Monate, und hier zeigen sich deutliche Hürden. Für 2026 rechnet das Management zwar mit einem weiteren Umsatzplus im hohen einstelligen Bereich, doch geopolitische Gegenwinde kosten den Konzern viel Geld. Konkret kalkuliert Adidas mit operativen Belastungen von rund 400 Millionen Euro, die primär durch höhere US-Einfuhrzölle und ungünstige Wechselkurse verursacht werden. Da ein Großteil der Produktion im asiatischen Raum stattfindet, trifft die amerikanische Handelspolitik das Unternehmen direkt.
Diese gedämpften Aussichten für den wichtigen nordamerikanischen Markt spiegeln sich unmittelbar im Kursbild wider. Die Skepsis der Anleger drückte die Aktie gestern auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 140,75 Euro. Damit notiert das Papier mittlerweile knapp 38 Prozent unter seinem Jahreshoch aus dem vergangenen Frühjahr.
Das anvisierte operative Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro für das laufende Jahr zeigt, dass Adidas beim Wachstum weiterhin auf Kurs bleiben will. Um den aktuellen Abwärtstrend an der Börse zu stoppen, muss das Management nun operativ beweisen, dass es die erheblichen Margenbelastungen durch die US-Zölle in den kommenden Quartalen erfolgreich abfedern kann.
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