Der Weg zu alter Profitabilität erweist sich für den Sportartikelhersteller als länger als gedacht. Eine aktuelle Analystenstudie dämpft die Erwartungen an eine schnelle Erholung der operativen Margen deutlich. Die ohnehin schwache Stimmung im Konsumgütersektor zwingt Investoren nun dazu, ihre Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre spürbar nach unten zu korrigieren.
Berenberg senkt Erwartungen
Auslöser der jüngsten Skepsis ist eine Neueinschätzung der Privatbank Berenberg. Analyst Nick Anderson senkte das Kursziel für die Papiere von 220 auf 190 Euro und beließ die Einstufung auf „Hold“. Verantwortlich für diesen Schritt ist eine merkliche Reduzierung der Prognosen für das operative Ergebnis (EBIT) um neun bis zwölf Prozent.
Besonders schwer wiegt dabei die zeitliche Verschiebung der Rentabilitätsziele. Gingen Marktbeobachter bisher davon aus, dass das Unternehmen bereits im kommenden Jahr eine EBIT-Marge von über zehn Prozent erreichen könnte, rückt dieser Meilenstein nun erst in das Jahr 2028. Diese Anpassung verdeutlicht die strukturellen Herausforderungen bei der angestrebten Erholung der Profitabilität.
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Neues Jahrestief erreicht
An der Börse quittieren Anleger diese Verzögerung mit Verkäufen. Der Kurs rutschte am Donnerstag um 2,19 Prozent ab und markierte bei exakt 133,85 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Die kürzlich veröffentlichten HGB-Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025, die einen Jahresüberschuss von rund einer Milliarde Euro auswiesen, treten angesichts der trüben Zukunftsaussichten komplett in den Hintergrund.
Vielmehr spiegelt die aktuelle Kursentwicklung die anhaltende Schwäche im gesamten Lifestyle- und Einzelhandelssegment wider. Mit einem Abstand von über 21 Prozent zur 200-Tage-Linie befindet sich das Papier in einem intakten Abwärtstrend. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust mittlerweile auf über 20 Prozent.
Die Kombination aus gesenkten Gewinnprognosen und dem verschobenen Margenziel verlangt nun nach harten operativen Fakten. Eine nachhaltige Bodenbildung oberhalb der Marke von 130 Euro setzt voraus, dass der Konzern in den nächsten Monaten konkrete Fortschritte bei der Kosteneffizienz vorlegt und dem negativen Trend im Konsumgütersektor durch stabile Absatzzahlen in den Kernmärkten aktiv entgegenwirkt.
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