Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wächst. Für Adidas ist das Turnier ein emotionaler Höhepunkt. Schließlich rüstet der Konzern das deutsche Nationalteam zum letzten Mal aus. Parallel dazu droht ein harter finanzieller Rückschlag. US-Strafzölle auf Lieferungen aus Vietnam belasten das operative Geschäft massiv.
Der teure Zoll-Schock
Am 29. April präsentiert der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Umsatz von 6,33 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie soll bei 2,67 Euro liegen. Das entspricht einem zweistelligen prozentualen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Der Bericht offenbart die erste volle Wirkung der US-Strafzölle. Washington bestraft Lieferketten aus Vietnam. Die Folge: ein harter Schlag für Adidas. Immerhin stammen 27 Prozent des Beschaffungsvolumens aus dem asiatischen Land. Die Mehrkosten beziffert das Management auf rund 400 Millionen Euro.
Gemeinsam mit Nike bemüht sich der Konzern um eine Ausnahme, der Ausgang ist allerdings offen. Als Gegenmittel plant das Unternehmen deutliche Preiserhöhungen. Viele Konditionen sind mit dem Handel jedoch bereits fest vereinbart.
Lifestyle-Trend als Puffer
Operativ zeigt Adidas abseits der Zollproblematik Stärke. Das direkte Geschäft mit den Endkunden wächst zweistellig. Besonders der Lifestyle-Trend rund um die Modelle Samba und Gazelle treibt die Verkäufe an. Im abgelaufenen Jahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 13 Prozent auf fast 25 Milliarden Euro.
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Für die zweite Jahreshälfte setzt der Sportartikelhersteller auf das anstehende WM-Turnier. Eine großangelegte Markenkampagne startete bereits Anfang April. Das Unternehmen bringt das ikonische Trefoil-Logo nach 36 Jahren zurück auf die Auswärtstrikots. Nostalgie soll die Nachfrage befeuern.
Frisches Kaufsignal im Chart
An der Börse honorierten Investoren zuletzt die operativen Lichtblicke. Am Freitag schloss das Papier bei 146,15 Euro. Damit überwand der Kurs erstmals seit Wochen wieder die wichtige 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie jedoch weiterhin zweistellig im Minus.
Am 29. April müssen die Quartalszahlen beweisen, wie gut das starke Direktgeschäft die neuen Zollkosten abfedert. Nur eine Woche später folgt am 7. Mai der nächste Fixpunkt. Auf der Hauptversammlung stimmt das Gremium über eine kräftige Dividendenanhebung auf 2,80 Euro je Aktie ab.
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