Während die Papiere des Sportartikelherstellers nahe ihrem 52-Wochen-Tief notieren, sendet das Management ein starkes Signal an den Markt. Finanzvorstand Harm Ohlmeyer nutzte die jüngste Kursschwäche für einen beachtlichen Insiderkauf. Gleichzeitig offenbart ein Blick auf die aktuellen Analystenstudien eine tiefe Spaltung über die weiteren Aussichten des DAX-Konzerns.
Am Dienstag erwarb der CFO Unternehmensanteile im Wert von über 330.000 Euro zu einem Durchschnittspreis von 132,85 Euro. Diese Transaktion werten Marktbeobachter als klares Bekenntnis zur aktuellen Bewertung. Tatsächlich bewegt sich der Kurs mit aktuell 133,45 Euro gefährlich nah an seinem 52-Wochen-Tief von 132,30 Euro. Der deutliche Abstand von über 20 Prozent zur wichtigen 200-Tage-Linie verdeutlicht den anhaltenden Abwärtsdruck der vergangenen Wochen.
Schwache Prognose spaltet die Experten
Verantwortlich für die trübe Chartstimmung ist vor allem der verhaltene Ausblick auf das laufende Jahr 2026. Das Management rechnet mit einem operativen Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro und verfehlte damit die Konsenserwartungen von 2,72 Milliarden Euro deutlich. Potenzielle Zölle und ungünstige Wechselkurseffekte belasten die Kalkulation mit bis zu 400 Millionen Euro.
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Auf diese veränderten Rahmenbedingungen reagieren die Investmentbanken höchst unterschiedlich:
- UBS: Einstufung „Buy“, Kursziel 219 Euro
- Berenberg: Einstufung „Hold“, Kursziel gesenkt von 220 auf 190 Euro
- RBC Capital Markets: Einstufung „Sector Perform“, Kursziel 160 Euro
Analyst Nick Anderson von Berenberg begründete seine Anpassung mit gekürzten EBIT-Schätzungen. Eine operative Marge von über 10 Prozent erwartet er erst für das Jahr 2028.
Warten auf die Quartalszahlen
Eine erste Überprüfung der angepassten Prognosen steht bereits in wenigen Wochen an. Am 29. April wird Adidas die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 präsentieren. Diese Zahlen werden konkret belegen, ob die einkalkulierten Währungs- und Zollbelastungen tatsächlich in der avisierten Härte durchschlagen oder ob das Management mit seiner vorsichtigen Jahresprognose lediglich einen Puffer für positive Überraschungen eingebaut hat.
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