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Adidas Aktie: Insider greifen zu!

Adidas-Insider investieren Millionen, während Zölle die Gewinnprognose für 2026 drücken. Analysten sehen dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial für die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Insider kaufen bei 52-Wochen-Tief ein
  • Zölle belasten Gewinnprognose für 2026
  • WM 2026 soll Umsatzschub bringen
  • Analysten sehen hohes Kursziel-Potenzial

Während die Adidas-Aktie seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren hat, kauften Unternehmensinsider genau dann — als der Kurs Anfang April auf ein 52-Wochen-Tief von 130,60 Euro fiel. Ein klares Bekenntnis zum eigenen Unternehmen, das Marktbeobachter aufhorchen lässt.

Das Investitionsvehikel von Großaktionär Nassef Sawiris erwarb Aktien im Wert von elf Millionen Euro. CFO Harm Ohlmeyer investierte weitere 332.000 Euro. Solche Insiderkäufe gelten als Signal interner Überzeugung — nicht als Garantie, aber als bemerkenswertes Zeichen.

Zölle fressen Gewinne

Der Kursrückgang hat einen konkreten Auslöser: die enttäuschende Gewinnprognose für 2026. CEO Bjørn Gulden bezifferte die Belastung durch Zölle und Währungseffekte auf rund 400 Millionen Euro. Das trifft eine projizierte operative Verbesserung von 650 Millionen Euro — und halbiert sie damit fast.

Das Management peilt für 2026 ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro an. Das liegt rund 15 Prozent unter dem Analystenkonsens, der vor den Zollankündigungen galt.

Das strukturelle Problem: 27 Prozent des Beschaffungsvolumens stammen aus Vietnam. Das Land ist mit erheblichen US-Strafzöllen belegt. Adidas betreibt dort 70 Zulieferer — fast ein Fünftel der gesamten Produktionsbasis. Eine schnelle Verlagerung ist unrealistisch, da alternative Standorte in der Region ebenfalls betroffen sind.

Die Folge: Das Ziel einer EBIT-Marge von zehn Prozent ist auf 2027 oder 2028 verschoben.

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WM als Gegengewicht

Auf der anderen Seite steht die FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Das Management rechnet mit einer Milliarde Euro Zusatzumsatz durch das Turnier. Adidas stattet Teams wie Argentinien und Spanien aus. Die Verkäufe des neuen deutschen Auswärtstrikots übertreffen bereits jene des Heimtrikots zur EM 2024.

Hinzu kommt ein emotionaler Faktor: 2026 ist das letzte WM-Turnier mit Adidas als deutschem Nationalteam-Ausrüster. Ab 2027 übernimmt Nike. Das dürfte die Nachfrage zusätzlich befeuern.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz allem bleibt der Analystenkonsens konstruktiv. Von 28 Analysten empfehlen 22 den Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 217 Euro — gemessen am aktuellen Kurs von 142,30 Euro ein erhebliches Aufwärtspotenzial.

Citigroup ist mit einem Ziel von 277 Euro am optimistischsten. Die DZ Bank setzt den fairen Wert auf 206 Euro.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert der Q1-Bericht am 29. April. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,67 Euro bei einem Umsatz von 6,33 Milliarden Euro. Das wäre ein Gewinnanstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr — und würde zeigen, ob das operative Geschäft trotz Zollgegenwind standhält.

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Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

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