Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach forciert seine Präsenz in virtuellen Umgebungen und setzt zugleich auf technologische Neuerungen im physischen Sortiment.
Adidas gab am vergangenen Samstag eine neue Kooperation mit der digitalen Spieleplattform Toca Boca bekannt. Ziel dieser Partnerschaft ist die Integration von digitaler Sportbekleidung und aktiven Spielbereichen in die App „Toca Boca World“, um eine jüngere, digital affine Zielgruppe zu erreichen.
Expansion in virtuelle Welten und 3D-Technologie
Parallel zur digitalen Expansion treibt das Unternehmen die Entwicklung hochmoderner Fertigungsverfahren voran. Am vergangenen Donnerstag stellte Adidas mit „Futurecool“ eine neue Generation von 3D-gedrucktem Schuhwerk vor. Diese Innovation erscheint zunächst in einer streng limitierten Auflage von 400 einzeln nummerierten Paaren. Die Markteinführung unterstreicht den Anspruch des Konzerns, technologische Akzente im Premiumsegment zu setzen.
Ergänzt wird die Produktoffensive durch eine Zusammenarbeit im Motorsport. Gemeinsam mit dem Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team präsentierte Adidas am Donnerstag die „Vanda Bloom Collection“. Diese Bekleidungslinie wurde speziell für die klimatischen Bedingungen beim Großen Preis von Singapur entwickelt und nutzt die CLIMACOOL-Technologie des Hauses.
Konsumtrends in den USA stützen Marktposition
Die Marktstellung des Konzerns scheint sich insbesondere im wichtigen US-Markt zu festigen. Eine aktuelle Umfrage von RBC Capital Markets zum „Back-to-School“-Geschäft ergab, dass Adidas in der Gunst der US-Konsumenten derzeit auf dem ersten Platz rangiert und damit den Wettbewerber Nike überholt hat.
Analyst Piral Dadhania von RBC Capital Markets verwies in einer aktuellen Studie auf eine spürbare Belebung im amerikanischen Schuhgeschäft und beließ die Einstufung für die Aktie auf „Outperform“.
Auch andere Analysehäuser zeigen sich zuversichtlich für die weitere Entwicklung des Titels. Die Experten von JPMorgan bestätigten jüngst ihre „Overweight“-Bewertung für das Papier. Flankiert wird diese Einschätzung durch interne Signale aus dem Management: CEO Bjørn Gulden erwarb als Vertrauensbeweis in die aktuelle Unternehmensstrategie eigene Aktien im Wert von über 500.000 Euro.
Institutionelle Positionierung und Währungseffekte
Auf der Seite der Großaktionäre gab es zuletzt Bewegung. Der US-Vermögensverwalter BlackRock meldete über eine Stimmrechtsmitteilung, am 20. August eine meldepflichtige Schwelle überschritten zu haben. Damit festigt der Investor seine bedeutende Position an der Adidas AG.
Zudem wurde bekannt, dass das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 2025 massiv mit Gegenwind von den Devisenmärkten zu kämpfen hatte. Wechselkurseffekte belasteten den berichteten Konzernumsatz mit mehr als einer Milliarde Euro. Ohne diese Effekte wäre der Umsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,811 Milliarden Euro gestiegen.
An der Börse zeigt sich das Papier am heutigen Montag stabil und notiert aktuell bei 154,65 Euro, was einem Plus von 0,8 Prozent entspricht. Damit bewegt sich der Kurs knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei 157,78 Euro verläuft.
Der Abstand zu dieser langfristigen Trendlinie beträgt somit rund 2,0 Prozent. Seit Jahresbeginn weist die Aktie jedoch noch ein Minus von 8,5 Prozent auf, was den Druck verdeutlicht, unter dem der Sektor in den vergangenen Monaten stand.
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