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Symbolbild, KI-generiert

Adidas Aktie: Doppelte Gefahr

Adidas sieht sich durch die Neuausschreibung des Champions-League-Vertrags und eine enttäuschende Gewinnprognose unter Druck. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UEFA schreibt Ausrüstervertrag ab 2027 neu
  • Rekordumsatz 2025, aber schwache Gewinnprognose
  • Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief bei 138,30 Euro
  • Kampf um globale Sichtbarkeit gegen Nike und Puma

Seit 2001 rollt in der Champions League der ikonische Sternenball von Adidas. Nun öffnet die UEFA das Bieterverfahren für die Zeit ab 2027 und lockt damit die Erzrivalen Nike und Puma an. Für den Sportartikelhersteller kommt dieser Angriff zur Unzeit, denn das Management kämpft bereits mit einer spürbaren Eintrübung der Geschäftsperspektiven.

Kampf um die globale Sichtbarkeit

Mit der Neuausschreibung des Ausrüstervertrags strebt der europäische Fußballverband nach höheren Sponsoringeinnahmen. Die globale Reichweite von zuletzt 1,18 Milliarden Zuschauern pro Saison macht den Wettbewerb zu einem zentralen Marketinginstrument. Ein Verlust der Partnerschaft nach über zwei Jahrzehnten würde die Marktanteile im globalen Fußballsponsoring spürbar zugunsten der Konkurrenz verschieben.

Rekordumsatz trifft auf schwache Prognose

Die drohende sportliche Niederlage fällt in ein fundamental angespanntes Umfeld. Zwar verzeichnete der Konzern im abgelaufenen Jahr 2025 einen historischen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 2,06 Milliarden Euro. Die Prognose für das laufende Jahr enttäuschte den Kapitalmarkt jedoch. Die in Aussicht gestellten 2,3 Milliarden Euro an operativem Gewinn verfehlten die Erwartungen deutlich.

Verantwortlich für den verhaltenen Ausblick sind anhaltende finanzielle Belastungen durch US-Zölle, ein schwächerer US-Dollar sowie steigende Importkosten. Diese Kombination ließ das Wertpapier am vergangenen Freitag auf ein 52-Wochen-Tief bei 138,30 Euro abrutschen. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel damit einen Wertverlust von über 37 Prozent. Die leichte heutige Erholung auf knapp 140 Euro ändert wenig an der charttechnisch angespannten Lage.

Um den massiven Abstand zur 200-Tage-Linie bei rund 170 Euro aufzuholen, benötigt der Konzern nun zwingend positive Impulse. Die erfolgreiche Verteidigung des Champions-League-Vertrags in den kommenden Monaten bildet dabei die Grundvoraussetzung, um einer weiteren strategischen Schwächung im direkten Duell mit Nike und Puma entgegenzuwirken.

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