Startseite » DAX » Adidas Aktie: Dividenden-Sprung im Abwärtstrend

Adidas Aktie: Dividenden-Sprung im Abwärtstrend

Adidas erhöht die Dividende um 40 Prozent und startet ein umfangreiches Rückkaufprogramm, sieht sich jedoch durch US-Zölle und Währungseffekte belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividende steigt auf 2,80 Euro je Aktie
  • Aktienrückkäufe im Volumen von einer Milliarde Euro
  • US-Zölle und Wechselkurse belasten die Marge
  • Erste Quartalszahlen Ende April erwartet

Ein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm und eine deutlich erhöhte Dividende treffen auf einen vorsichtigen Ausblick für 2026. Der Sportartikelhersteller schüttet massiv Kapital an seine Aktionäre aus, während drohende US-Zölle und Währungseffekte das operative Geschäft gleichzeitig belasten.

Kapitalrückfluss als Stütze

Um dem anhaltenden Verkaufsdruck entgegenzuwirken, plant das Management für das laufende Jahr ein Paket zur Kapitalrückführung von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Neben einem Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro schlägt der Konzern eine Dividende von 2,80 Euro je Anteilsschein vor. Diese Anhebung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr soll die Attraktivität für Investoren steigern, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn fast 20 Prozent an Wert eingebüßt hat und zuletzt gefährlich nahe an das 52-Wochen-Tief von 131,55 Euro herangerutscht war.

Margendruck durch Handelspolitik

Verantwortlich für die schwache Kursentwicklung der vergangenen Wochen ist primär der gedämpfte Ausblick. Die Prognose für das operative Ergebnis liegt mit rund 2,3 Milliarden Euro unter den ursprünglichen Erwartungen. Kalkulierte Belastungen von 400 Millionen Euro durch ungünstige Wechselkurse und erwartete US-Zölle drücken auf die Kalkulation. Besonders die hohe Produktionsquote in Vietnam, wo knapp 40 Prozent der Schuhe gefertigt werden, macht das Unternehmen anfällig für neue Handelsbarrieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Marktbeobachter und Analystenhäuser wie Bernstein Research oder die UBS werten die Situation dennoch nicht als fundamentalen Einbruch. Sie verweisen auf intakte Wachstumstrends in Europa und China, wo Adidas dem Konkurrenten Nike weiter Marktanteile abnimmt. Operativ sorgen zudem über den Erwartungen liegende Verkaufszahlen des DFB-Auswärtstrikots sowie der neue Formel-1-Deal mit Red Bull für messbare Impulse bei der globalen Markenpräsenz.

Am 29. April wird das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal präsentieren. Dieser Termin liefert konkrete Daten darüber, wie stark die Zollbelastungen und Rohstoffpreise die Margen im laufenden Geschäft tatsächlich komprimieren. Bis dahin fungiert das laufende Rückkaufprogramm als wesentliches Gegengewicht im Handel.

Anzeige

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 5. April liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Adidas

Adidas Chart

Weitere Nachrichten zu Adidas