Das DFB-Team ist raus. Für Adidas ist das mehr als nur eine sportliche Enttäuschung — es trifft auch die Kasse.
Im Achtelfinale scheiterte die deutsche Nationalmannschaft gegen Außenseiter Paraguay im Elfmeterschießen. Der Konzern hatte auf das DFB-Trikot als eines seiner wichtigsten Absatzträger dieser WM gesetzt. Mit dem frühen Aus bricht dieser Umsatztreiber weg — das zeigt sich direkt im Kurs. Die Aktie verlor rund drei Prozent auf 175,15 Euro.
Noch nicht alles verloren
Abgeschrieben ist das Turnier für den Drei-Streifen-Konzern allerdings noch nicht. Argentinien, ebenfalls von Adidas ausgerüstet und zu den Mitfavoriten auf den Titel zählend, ist noch dabei. Ein Titelgewinn der Südamerikaner würde das wegfallende Deutschland-Geschäft zumindest teilweise kompensieren — auch wenn die emotionale Zugkraft eines deutschen WM-Triumphes für den Heimmarkt schwer zu ersetzen ist.
Nike-Zahlen rücken in den Vordergrund
Parallel zum WM-Drama richtet sich der Blick mancher Beobachter bereits auf ein anderes Ereignis: die anstehenden Quartalszahlen von Nike. Der US-Rivale ist der direkte Vergleichsmaßstab für Adidas — und liefern Nikes Ergebnisse Hinweise auf Konsumstimmung, Margenentwicklung oder Nachfragetrends im Sportartikelmarkt, werden diese Daten auch für die Adidas-Bewertung relevant. Was der WM-Verlauf an Phantasie nimmt, könnte der Branchenvergleich zumindest teilweise wieder geben — oder die Stimmung weiter eintrüben.
Für die nächsten Wochen gilt: Die sportliche Weltmeisterschaft läuft weiter. Zieht Argentinien ins Finale oder gewinnt sogar den Titel, dürfte das die negativen WM-Impulse für Adidas spürbar abfedern. Scheidet auch Argentinien früh aus, verliert der Drei-Streifen-Konzern seinen letzten großen Trikot-Treiber in diesem Turnier.
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