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Adidas Aktie: 960.000 Aktien zurückgekauft

Adidas setzt milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm fort, während der Kurs nachgibt. Das Management zeigt sich langfristig zuversichtlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs fällt auf 176,65 Euro
  • Rückkaufprogramm über eine Milliarde Euro
  • Zweite Tranche läuft bis September
  • Management signalisiert Vertrauen in Bewertung

Adidas kauft munter eigene Aktien zurück. Der Kurs schert sich kaum darum. Das Papier fällt am Donnerstag auf 176,65 Euro, ein Minus von 1,34 Prozent zum Vortag.

Auf Wochensicht steht bereits ein Rückgang von 2,81 Prozent zu Buche. Die Schwäche kommt nicht aus dem Nichts. Bereits vergangene Woche kreuzte die Aktie ihre 20-Tage-Linie nach unten, ein technisches Warnsignal für kurzfristig orientierte Anleger.

Rückkaufprogramm läuft unbeirrt weiter

Der Sportartikelhersteller hält trotz der Kursverluste an seinem Rückkaufprogramm fest. Im Januar hatte Adidas ein Programm über eine Milliarde Euro angekündigt, verknüpft mit der Meldung von Rekordumsätzen für 2025. Die erste Tranche über 500 Millionen Euro schloss der Konzern im März ab.

Die zweite Tranche in gleicher Höhe läuft seither weiter und soll bis spätestens Ende September abgeschlossen sein. Bis zum 17. Juli kaufte Adidas dafür bereits über 960.000 eigene Aktien zurück. Die tagesgewichteten Durchschnittskurse lagen dabei zwischen 180 und 183 Euro — spürbar über dem aktuellen Kursniveau.

Das ist der eigentliche Kern der Geschichte. Der Konzern kauft aktuell über dem Marktpreis zurück, den die Aktie jetzt erreicht. Für das Management ist das kein Problem, es signalisiert Vertrauen in die langfristige Bewertung. Für kurzfristig orientierte Anleger wirkt der fallende Kurs trotz laufender Käufe wie ein Widerspruch.

Charttechnik zeigt gemischtes Bild

Die Aktie notiert derzeit rund 12,5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 201,90 Euro, das genau vor einem Jahr erreicht wurde. Nach unten bleibt allerdings deutlich Luft: Zum 52-Wochen-Tief von 130,20 Euro aus dem März liegen fast 36 Prozent Abstand.

Der RSI von 47,9 zeigt ein neutrales Bild, ohne Anzeichen für eine Überkauft- oder Überverkauft-Situation. Die Aktie bewegt sich also in einer Seitwärtsphase, nicht am Rand einer Extremsituation.

Auf Jahressicht bleibt die Bilanz zwiespältig. Zwölf Monate zurückgerechnet steht ein Minus von 12,51 Prozent, seit Jahresbeginn dagegen ein Plus von 4,50 Prozent. Die Erholung seit dem Märztief ist real, der Weg zurück zum alten Hoch bleibt aber weit.

Entscheidend wird sein, ob der Rückkauf seine stützende Wirkung in den kommenden Wochen entfaltet. Die zweite Tranche läuft planmäßig bis Ende September. Bis dahin bleibt der Kontrast zwischen Managementvertrauen und kurzfristiger Marktreaktion sichtbar.

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Diskussion zu Adidas

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.