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Adidas Aktie: 400-Millionen-Loch!

Externe Belastungen kosten Adidas 400 Millionen Euro und zwingen zur Verschiebung der Renditeziele. Die Fußball-WM und ein Aktienrückkauf sollen gegensteuern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zölle und schwacher Dollar belasten Bilanz
  • EBIT-Marge-Ziel auf 2027/28 verschoben
  • Starke Nachfrage nach WM-Trikots
  • Aktienrückkauf und Dividende geplant

Ein massiver Gegenwind in Form von Zöllen und Währungseffekten reißt eine gewaltige Lücke in die Bilanz des Sportartikelherstellers. Während das Management ehrgeizige Renditeziele nach hinten verschieben muss, formiert sich durch das anlaufende WM-Geschäft gleichzeitig ein lukrativer Puffer. Die kommenden Wochen werden für Investoren zu einem echten Stresstest.

Strukturelle Abhängigkeit kostet Marge

Der Kern des Problems liegt in den globalen Lieferketten. Vietnam ist das wichtigste Beschaffungsland für Adidas, rund 40 Prozent aller Schuhe stammen von dort. Diese strukturelle Abhängigkeit lässt sich kurzfristig nicht auflösen, da die Fertigung von Performance-Schuhen hochspezialisierte Kapazitäten erfordert.

Die finanziellen Folgen sind drastisch: CFO Harm Ohlmeyer beziffert die kombinierten Belastungen durch reziproke US-Zölle und den schwachen US-Dollar auf 400 Millionen Euro. Ohne diese Faktoren hätte der Konzern im laufenden Jahr 2026 eine EBIT-Marge von zehn Prozent erreicht. Dieses Ziel verschiebt sich nun auf die Jahre 2027 und 2028. Um die Margen zu schützen, plant der Konzern Preiserhöhungen. Da viele Händlerkonditionen bereits fixiert sind, werden diese Anpassungen frühestens in einem halben Jahr spürbar greifen.

WM-Effekt und Kapitalmaßnahmen

Operativen Rückenwind liefert stattdessen die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das Turnier hat für die Herzogenauracher eine besondere emotionale und finanzielle Bedeutung, da die deutsche Nationalmannschaft zum letzten Mal vor dem Wechsel zu Nike in Adidas-Trikots aufläuft. Die Nachfrage nach dem neuen Auswärtstrikot übertrifft laut Unternehmensangaben bereits jetzt die Werte der vergangenen Europameisterschaft.

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An der Börse spiegeln sich diese gemischten Signale wider. Mit einem Schlusskurs von 138,20 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 18 Prozent. Das Management steuert jedoch aktiv gegen die Verunsicherung der Anleger und sendet ein klares Signal finanzieller Stärke.

Für Aktionäre stehen in den kommenden Wochen folgende Schlüsseltermine und Daten im Fokus:
* 29. April 2026: Veröffentlichung des Q1-Berichts
* 7. Mai 2026: Jahreshauptversammlung mit Abstimmung über eine Dividende von 2,80 Euro (plus 40 Prozent)
* 1 Milliarde Euro: Volumen des geplanten Aktienrückkaufprogramms
* 219,00 Euro: Aktuelles Kursziel der Großbank UBS (Einstufung: „Buy“)

Der erste Quartalsbericht Ende April wird schonungslos offenlegen, wie stark die Zoll- und Währungseffekte die Bruttomarge bereits belasten. Fällt das Wachstum im Direktvertrieb stark genug aus, um diese externen Schocks abzufedern, dürfte die Aktie einen charttechnischen Boden finden. Enttäuschen die Zahlen jedoch, droht ein rascher Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs bei rund 130 Euro.

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