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Adidas Aktie: 31 Prozent Wachstum im Bekleidungsgeschäft

Adidas überzeugt mit 14 Prozent Umsatzplus und Rückkehr in die Bundesliga. Analysten sehen trotz Zollbelastungen 26 Prozent Kurspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von 14 Prozent im ersten Quartal
  • Bekleidungsgeschäft wächst um 31 Prozent
  • Rückkehr als Bundesliga-Spielball-Partner
  • Analysten sehen 26 Prozent Aufwärtspotenzial

Rund ein Viertel unter dem Jahreshoch, aber klar auf dem Weg zurück: Die Adidas-Aktie hat sich seit ihrem März-Tief bei 130,20 Euro erholt und notiert aktuell bei 161,40 Euro — rund 24 Prozent über dem Jahrestief. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt inzwischen deutlich darunter, der RSI bei 61 signalisiert Aufwärtsmomentum ohne überhitzte Überkauft-Zone.

Starke Quartalszahlen als Fundament

Das operative Bild liefert Adidas gerade aus eigener Kraft. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro zu, die operative Marge kletterte auf 10,7 Prozent.

Besonders auffällig: das Bekleidungsgeschäft. Apparel wuchs währungsbereinigt um 31 Prozent — deutlich stärker als Footwear mit plus 4 Prozent. Hinzu kommen zweistellige Zuwächse im Direct-to-Consumer-Kanal in allen Märkten. Das zeigt, dass Adidas die Abhängigkeit vom Großhandel aktiv reduziert.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Negative Währungseffekte und Zollbelastungen drückten die Bruttomarge auf 51,1 Prozent — trotz des operativen Rückenwinds.

Bundesliga-Rückkehr als Markensignal

Pünktlich zur neuen Saison kehrt Adidas als offizieller Spielball-Partner in den deutschen Profifußball zurück. Nach acht Spielzeiten Pause wird das Modell TORFABRIK in der Bundesliga und 2. Bundesliga eingesetzt — inklusive Franz Beckenbauer Supercup und den Relegationsspielen. Die Partnerschaft mit der DFL läuft mindestens bis 2034; im Rahmen der Kooperation stellt Adidas einen Darlehensrahmen von 100 Millionen Euro bereit.

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Das ist kein reines Marketingevent. Die Bundesliga-Präsenz stärkt die Markenwahrnehmung in einem der wichtigsten europäischen Fußballmärkte — genau dort, wo Adidas historisch am stärksten verwurzelt ist.

Zwischen Erholung und Bewertungslücke

Der Analystenkonsens sieht das durchschnittliche Kursziel bei 202,67 Euro, der erwartete Gewinn je Aktie für 2026 liegt bei 9,41 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs bedeutet das ein implizites Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent.

Die Aktie hat sich in den vergangenen 30 Tagen bereits um fast 13 Prozent erholt — einer der stärksten Moves im DAX in diesem Zeitraum. Auf Jahressicht liegt sie dennoch rund 25 Prozent im Minus. Die Lücke zwischen operativer Erholung und Börsenbewertung bleibt real. Ob Adidas sie schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob das Wachstumstempo aus dem ersten Quartal bei Marge und Gewinn auch in den Sommermonaten hält — die nächsten Quartalszahlen werden das zeigen.

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Diskussion zu Adidas

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.