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Adidas Aktie: 2,80 Euro Dividende bei dezentraler Struktur

Adidas-Chef Gulden gibt lokalen Teams mehr Entscheidungsfreiheit. Trotz guter Quartalszahlen bleibt der Aktienkurs unter Druck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Lokale Teams erhalten mehr Entscheidungsmacht
  • Umsatzplus von 14 Prozent im ersten Quartal
  • Aktie fällt trotz operativer Stärke
  • Höhere Dividende und Aktienrückkäufe

Björn Gulden bricht starre Strukturen bei Adidas auf. Der Konzernchef will Entscheidungsprozesse radikal verkürzen. Lokale Teams in den USA und Asien erhalten künftig deutlich mehr Macht.

Regionale Autonomie gegen Trends-Verschleppung

Die Strategie zielt vor allem auf China, Japan und die USA. Bisher bremsten langwierige Abstimmungen mit der Zentrale in Herzogenaurach oft das Tempo. Nun sollen regionale Manager flexibler auf neue Modetrends reagieren. Das Management will so den Abstand zum Wettbewerb weiter verkürzen.

Analysten bewerten diesen Schritt positiv. Eine lokale Feinabstimmung des Sortiments gilt in den dynamischen Kernmärkten als entscheidender Erfolgsfaktor.

Aktienkurs unter Druck

An der Börse herrscht dennoch eine gewisse Zurückhaltung. Die Aktie verlor am Freitag rund ein Prozent und schloss bei 144,55 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 14 Prozent.

Technisch bleibt die Lage vorerst angespannt. Das Papier handelt weiterhin unter dem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 160 Euro. Marktbeobachter warten auf Belege, dass die neuen Strukturen die operativen Margen stützen können.

Starke Zahlen und höhere Dividende

Operativ lieferte der Sportartikelhersteller zuletzt gute Argumente. Der währungsbereinigte Umsatz stieg im ersten Quartal um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn übertraf mit 705 Millionen Euro die Erwartungen der Analysten.

Anleger erhalten eine höhere Dividende von 2,80 Euro je Aktie. Das entspricht einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Parallel dazu setzt Adidas ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm um. Davon wurde die Hälfte bereits im ersten Quartal abgewickelt.

Ausblick auf das Sportjahr 2026

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro an. Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft dient dabei als wesentlicher Wachstumstreiber. Vorbestellungen für WM-Artikel im Wert von 250 Millionen Euro stützen diese Prognose.

Bernstein Research bewertet die strategische Neuausrichtung optimistisch. Die Analysten belassen ihr Kursziel bei 245 Euro. Das liegt signifikant über der aktuellen Bewertung an der Börse.

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