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Adecco Aktie: Gewinn springt um 31 Prozent

Adecco verzeichnet im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Gewinnplus von 31 Prozent und setzt den Wachstumskurs trotz schwieriger Marktbedingungen fort.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fünftes Wachstumsquartal in Folge
  • Umsatz steigt organisch um 5,6 Prozent
  • Bereinigtes EBITA wächst um 21 Prozent
  • KI-Agenten erreichen 50 Prozent Umsatzanteil

Adecco meldet für das zweite Quartal 2026 das fünfte Wachstumsquartal in Folge – und das in einem Personaldienstleistungsmarkt, der zuletzt eher für Zurückhaltung bekannt war. Der Schweizer Personaldienstleister legt zum Halbjahr Zahlen vor, die sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität über dem Vorjahr liegen.

Wachstum in allen Kernregionen

Der organische Umsatz kletterte um 5,6 Prozent, Adecco gewann dabei Marktanteile von 60 Basispunkten gegenüber der Konkurrenz, konzernweit waren es sogar 160 Basispunkte. Die Kernmarke Adecco selbst wuchs mit 6,6 Prozent noch schneller als der Konzern – angetrieben von Nordamerika mit 12 Prozent und der Region Asien-Pazifik mit 10 Prozent.

Auch die kleineren Sparten drehen ins Positive. Akkodis, die Technologiesparte, kehrte nach längerer Schwächephase mit 1 Prozent Wachstum zurück in die Erfolgsspur. LHH stagnierte zwar insgesamt, doch das Segment für Personalvermittlung (Professional Recruitment Solutions) wuchs ebenfalls wieder leicht.

Margen ziehen an, Schulden sinken

Auf der Ertragsseite zeigt sich der eigentliche Fortschritt. Das bereinigte EBITA stieg um 21 Prozent auf 165 Millionen Euro, die Marge kletterte um 30 Basispunkte auf 2,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 31 Prozent auf 0,61 Euro zu, während der unbereinigte Wert bei 0,28 Euro liegt.

Hinter dem Margensprung steckt vor allem operative Disziplin: Die Produktivität stieg um 6 Prozent, und von jedem zusätzlichen Euro Umsatz blieben 64 Prozent als zusätzlicher Gewinn hängen – ein Wert, den Adecco selbst als „Drop-down-Ratio“ bezeichnet. Parallel dazu baut der Konzern Schulden ab: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sank binnen eines Jahres um 0,5 Punkte, die Cash-Conversion über die letzten zwölf Monate lag bei 83 Prozent.

CEO Denis Machuel verweist in der Mitteilung auf einen weiteren Baustein der Strategie: Der Anteil der Umsätze, die durch KI-gestützte Agenten abgewickelt werden, hat das ursprüngliche Jahresziel von 50 Prozent bereits erreicht. Der Konzern hebt die Latte nun auf 70 Prozent bis Jahresende an – ein Signal dafür, wie stark Technologieeinsatz mittlerweile die Kostenstruktur des Personaldienstleisters prägt.

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Diskussion zu Adecco

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.