Der japanische Drohnenhersteller ACSL hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer signifikanten Verbesserung der Profitabilität abgeschlossen. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs gelang es dem Unternehmen, die Bruttomarge massiv zu steigern und den operativen Verlust spürbar zu reduzieren. Kann ACSL diesen Effizienzkurs im neuen Jahr nutzen, um den angestrebten Wachstumssprung zu realisieren?
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Umsatz 2025: 2,59 Mrd. JPY (-2,1 % bereinigt)
* Bruttomarge: 19 % (+14 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr)
* Operativer Verlust: 0,96 Mrd. JPY (Verbesserung um 0,45 Mrd. JPY)
* Umsatzprognose 2026: 4,0 Mrd. JPY
Effizienzsteigerung kompensiert Umsatzdelle
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte ACSL einen Umsatz von 2,59 Milliarden JPY. Während die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr leicht sanken, markierte die Entwicklung der Bruttomarge einen Wendepunkt. Durch striktes Kostenmanagement und eine optimierte Preisgestaltung stieg diese von 5 Prozent im Vorjahr auf nun 19 Prozent.
Dieser Fortschritt schlug sich direkt im operativen Ergebnis nieder: Der Verlust verringerte sich von 1,41 Milliarden auf 0,96 Milliarden JPY. Dennoch belasteten Sondereffekte das vierte Quartal. Einem Währungsgewinn von rund 38 Millionen JPY standen Bewertungseinbußen bei Wertpapieren sowie Verluste aus Beteiligungen in Höhe von 225 Millionen JPY gegenüber, die primär auf das Indien-Geschäft zurückzuführen sind. Der Auftragsbestand blieb mit 1,11 Milliarden JPY stabil.
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Fokus auf Wachstum und staatliche Förderung
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management eine Rückkehr zu einem deutlichen Umsatzwachstum auf 4,0 Milliarden JPY an. Dabei soll die Bruttomarge weiter auf 21 Prozent steigen. Ein wesentlicher Treiber dieser Strategie ist die Teilnahme am japanischen „K-Programm“ zur Förderung wirtschaftlicher Sicherheit. ACSL erhält hierfür staatliche Zuschüsse von bis zu 2,9 Milliarden JPY für die Entwicklung autonomer Flugtechnologien.
Parallel dazu forciert das Unternehmen die Expansion in Nordamerika, um die steigende Nachfrage nach sicherheitskonformer Drohnen-Hardware zu bedienen:
* USA: Eine neue Partnerschaft mit dem Großhändler Exertis Almo soll den Vertrieb des Modells „SOTEN“ beschleunigen.
* Kanada: Nach dem Markteintritt im Dezember liegt bereits eine Erstbestellung über 200 Einheiten durch den Partner Jam Industries vor.
Die Marktteilnehmer reagierten am Freitag verhalten auf das Zahlenwerk; die Aktie schloss mit einem Minus von 4,2 Prozent bei 1.113 JPY. Im laufenden Jahr wird es für ACSL darauf ankommen, die staatlichen Fördermittel in marktfähige Innovationen zu übersetzen und die vertriebliche Dynamik in Nordamerika beizubehalten, um die ambitionierten Umsatzziele zu erreichen.
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