Accenture bricht mit einer 50-jährigen Tradition und setzt alles auf eine Karte. CEO Julie Sweet hat am Wochenende die wohl aggressivste Neuausrichtung in der Geschichte des Beratungsriesen eingeleitet: Der Fokus verschiebt sich kompromisslos auf Künstliche Intelligenz. Während institutionelle Investoren die Gunst der Stunde bereits für massive Zukäufe nutzen, stellt sich die Frage: Ist das der Beginn einer neuen Ära oder ein riskantes Manöver?
Historische Zäsur
CEO Julie Sweet wählte den direkten Weg. In einer Videoansprache an die rund 770.000 Mitarbeiter verkündete sie eine fundamentale Umstrukturierung. Die Botschaft ist klar: Die alten Organisationsmodelle haben ausgedient. Die neue Struktur soll die Ressourcen des Konzerns vollständig auf die rasant steigende Nachfrage nach generativer KI ausrichten.
Es ist eine Wette auf die Zukunft. Accenture will nicht nur auf den KI-Zug aufspringen, sondern ihn als das fundamentale Betriebssystem künftiger Unternehmen etablieren. Um diesen Anspruch zu untermauern, wurde erst kürzlich die Übernahme von RANGR Data bestätigt, um die Kapazitäten im Bereich Datenanalyse weiter zu stärken.
Das „Smart Money“ positioniert sich
Diese strategische Kehrtwende scheint bei Großanlegern auf offene Ohren zu stoßen. Der norwegische Staatsfonds (Norges Bank) hat seine Anteile signifikant aufgestockt, ebenso wie der Pensionsfonds des Staates Florida. Auch Bristol Gate Capital Partners nutzte das aktuelle Kursniveau für den Einstieg.
Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass das „Smart Money“ die Aktie im Verhältnis zum langfristigen KI-Potenzial als unterbewertet ansieht. Tatsächlich handelt Accenture im Vergleich zum breiteren IT-Sektor und direkten Konkurrenten mit einem deutlichen Abschlag beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).
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Günstiger als die Konkurrenz
Trotz der ehrgeizigen Pläne kämpft der Titel weiterhin mit den Altlasten dieses Börsenjahres. Mit einem Verlust von über 36 Prozent seit Jahresanfang hat die Aktie ihre Aktionäre 2025 auf eine harte Geduldsprobe gestellt.
Doch fundamental gibt es Lichtblicke. Analysten sehen den fairen Wert deutlich über dem aktuellen Niveau. Auch charttechnisch sendet das Papier erste Lebenszeichen: Während kurzfristige Indikatoren bereits wieder nach oben drehen, liegt die eigentliche Bewährungsprobe noch vor den Bullen. Der Abstand zum wichtigen 200-Tage-Durchschnitt beträgt noch gut 12 Prozent – erst ein Ausbruch darüber würde eine nachhaltige Trendwende signalisieren.
Anleger werden nun gebannt auf die nächsten Quartalszahlen blicken. Entscheidend wird sein, ob sich der radikale Umbau bereits in den Auftragsbüchern niederschlägt – insbesondere bei den KI-bezogenen Dienstleistungen. Gelingt der Nachweis operativer Effizienz, könnte der Boden endgültig gefunden sein.
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