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Accenture Aktie: Arbeitsmarktbericht am 2. Juli

Schwache Makrodaten könnten den Druck auf die bereits stark gefallene Accenture-Aktie weiter erhöhen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Dichte US-Konjunkturdaten in der Woche
  • Arbeitsmarktbericht am Donnerstag entscheidend
  • Technisch überverkauft, aber volatil

Fast halbiert seit Jahresbeginn — Accenture startet in eine Woche ohne eigene Unternehmensnachrichten. Der Kurs steht bei 112,85 Euro, knapp neun Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 22. Juni. Was jetzt zählt, kommt aus Washington und nicht aus Dublin.

Makrokalender übernimmt das Steuer

Die kommende Woche bringt eine dichte Folge US-Konjunkturdaten. Am Dienstag, 30. Juni, veröffentlicht das Conference Board seinen Konsumklimaindex, zeitgleich erscheinen die JOLTS-Stellenangebote. Am Mittwoch folgen der finale S&P-Global-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sowie der ISM-PMI. Den Abschluss bildet am Donnerstag, 2. Juli, der offizielle US-Arbeitsmarktbericht — einen Tag früher als üblich, weil die Märkte am Freitag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen bleiben.

Für Accenture sind diese Zahlen keine abstrakte Kulisse. Das Unternehmen lebt davon, dass Konzerne Geld für IT-Transformation, Outsourcing und KI-Projekte ausgeben. Der Mai-Arbeitsmarktbericht zeigte 172.000 neue Stellen und eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Der Bereich Professional and Business Services wuchs dabei kaum. Schwächere Juni-Daten würden den Druck auf die Aktie weiter erhöhen.

Zahlen liegen auf dem Tisch

Accenture selbst hat keine Termine in dieser Woche. Der nächste Quartalsbericht ist für den 1. Oktober 2026 geplant, ein Investorentag in New York folgt am 14. Oktober.

Die Ausgangslage nach dem letzten Quartalsbericht vom 18. Juni ist bekannt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Accenture einen Umsatz von 18,72 Milliarden Dollar — ein Plus von sechs Prozent in Dollar. Neue Buchungen lagen bei 19,32 Milliarden Dollar, allerdings zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Die operative Marge hielt sich bei 17,0 Prozent, der verwässerte Gewinn je Aktie stieg auf 3,80 Dollar.

Für das Gesamtjahr erwartet Accenture ein Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent in lokaler Währung. Ohne den Gegenwind aus dem US-Bundesgeschäft wären es vier bis fünf Prozent. Der freie Cashflow soll zwischen 10,8 und 11,5 Milliarden Dollar liegen.

Technisches Bild: überverkauft, aber beschädigt

Der Chart zeigt eine Aktie unter starkem Druck. Mit einem RSI von 28,7 gilt das Papier als überverkauft. Allerdings signalisiert eine annualisierte 30-Tage-Volatilität von 63 Prozent, dass heftige Schwankungen in beide Richtungen möglich bleiben.

Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 146,57 Euro — 23 Prozent über dem aktuellen Kurs. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 191,20 Euro ist noch weiter entfernt. Eine echte technische Erholung würde eine grundlegende Neubewertung des IT-Dienstleistungssektors erfordern.

Zunächst kommt es darauf an, ob die Unterstützung beim Juni-Tief von 103,60 Euro hält. Starke US-Arbeitsmarkt- und Industriedaten am Donnerstag könnten das Argument stützen, dass Unternehmensbudgets für Beratung und Technologie intakt bleiben. Schwache Zahlen würden dieses Argument entkräften — und den Abstand zum Tief weiter schrumpfen lassen.

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