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Accenture Aktie: 4,2 Milliarden für Dragos, runZero, NetRise

Accenture verfehlt Umsatzerwartungen und senkt Prognose, startet aber milliardenschwere Übernahmeoffensive im Cybersicherheitsbereich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz verfehlt Erwartungen im dritten Quartal
  • Wachstumsprognose auf maximal vier Prozent gesenkt
  • Aktie verliert über 20 Prozent binnen einer Woche
  • Milliardenschwere Zukäufe im Cybersicherheitssektor

Accenture greift tief in die Tasche. Der IT-Berater kauft im Bereich Cybersicherheit massiv ein. An der Börse herrscht derweil Panik. Anleger fürchten den Siegeszug der Künstlichen Intelligenz und strafen das Papier gnadenlos ab.

Am 18. Juni legte Accenture die Zahlen für das dritte Quartal vor. Der Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar verfehlte die Erwartungen. Das Management senkte obendrein die Wachstumsprognose auf maximal vier Prozent. Die neuen Aufträge schrumpften um zwei Prozent.

Die Quittung folgte prompt. Die Aktie stürzte zeitweise auf ein 52-Wochen-Tief von 109,70 Euro. Aktuell notiert das Papier bei knapp 114 Euro. Das entspricht einem Verlust von über 20 Prozent innerhalb von nur sieben Tagen.

Zukäufe gegen die Krise

Um gegenzusteuern, investiert Accenture rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen übernimmt Dragos mehrheitlich sowie runZero und NetRise komplett. Das Ziel: Die Sicherung kritischer Infrastruktur vor Cyberangriffen. Dieser Bereich wächst rasant.

Die neuen Töchter sollen zeitnah über 200 Millionen US-Dollar an wiederkehrenden Umsätzen beisteuern. Accenture öffnet dafür die Kasse weit. Das gesamte Übernahmebudget für das laufende Geschäftsjahr steigt auf neun Milliarden US-Dollar.

Trotz der Kursverluste bleibt das operative Geschäft profitabel. Der bereinigte Gewinn lag mit 3,80 US-Dollar je Aktie über den Schätzungen. Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 1,63 US-Dollar. Ein RSI-Wert von 23 signalisiert nun eine stark überverkaufte Situation. Stabilisieren sich die Aufträge im vierten Quartal, bietet das aktuelle Bewertungsniveau eine handfeste Erholungschance.

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Diskussion zu Accenture

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.