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Symbolbild, KI-generiert

ABO Wind Aktie: Gläubiger-Votum

Die zweite Gläubigerversammlung von ABO Wind entscheidet über angepasste Anleihebedingungen, die für die finanzielle Sanierung des Unternehmens essentiell sind. Das benötigte Quorum wurde gesenkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zweite Abstimmung mit gesenktem Quorum
  • Erwarteter Jahresverlust von 170 Millionen Euro
  • Margendruck durch niedrige Einspeisevergütungen
  • Ziel ist positives Ergebnis ab 2026

In Wiesbaden steht am Montag eine Abstimmung an, die für die finanzielle Sanierung von ABO Wind zentral ist. Auf der zweiten Gläubigerversammlung sollen angepasste Anleihebedingungen beschlossen werden. Entscheidend ist dabei vor allem eines: Kommt diesmal genug Beteiligung zusammen, damit überhaupt wirksam abgestimmt werden kann?

Zweite Runde – mit niedrigerem Quorum

Der erste Anlauf im Februar scheiterte nicht an mangelnder Zustimmung, sondern an der zu geringen Teilnahme. Zwar fanden die Vorschläge eine Mehrheit, doch mit rund 38% Beteiligung wurde das damals nötige Quorum von 50% der anwesenden Stimmrechte verfehlt.

Für die Versammlung am Montag wurde die Hürde für die Beschlussfähigkeit nun deutlich gesenkt: Schon ab 25% Beteiligung können Beschlüsse gefasst werden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es diesmal zu einer formalen Entscheidung kommt.

Warum das Unternehmen umsteuert

Die Restrukturierung ist eine Reaktion auf die aus Sicht des Unternehmens schwerste Krise seiner Geschichte. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung erstmals einen Verlust – in einer Größenordnung von rund 170 Millionen Euro.

Als zentrale Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen Margendruck im deutschen Heimatmarkt. Hintergrund sind überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen, die sinkende Einspeisevergütungen nach sich ziehen. Zusätzlich wirkten sich Projektverschiebungen ins Jahr 2026 sowie Wertberichtigungen negativ aus.

Sanierungsschritte laufen bereits

Um Zeit für ein tragfähiges Konzept zu gewinnen, gilt seit Ende Januar eine Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Finanzierungsgläubigern. Parallel läuft ein Effizienz- und Transformationsprogramm, mit dem bereits im Geschäftsjahr 2026 wieder ein positives Konzernergebnis erreicht werden soll.

Die Zustimmung der Anleihegläubiger zu den geänderten Bedingungen gilt dabei als ein zentraler Baustein, um den finanziellen Spielraum für diese Sanierung abzusichern – und genau darüber wird am Montag in Wiesbaden abgestimmt.

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