Ein neues Hybridkraftwerk in Baden-Württemberg, frische Windkraftzuschläge in Deutschland und Projekterfolge in Kanada und Kolumbien — ABO Energy sendet operative Signale der Normalität. Das Unternehmen steckt gleichzeitig mitten in einem der schwierigsten Sanierungsprozesse der deutschen Energiebranche.
Solarprojekt Nummer vier mit TRICERA energy
Im Main-Tauber-Kreis entsteht in Schönfeld eine Freiflächenphotovoltaikanlage mit 7,3 Megawatt Leistung, ergänzt durch einen Batteriegroßspeicher mit 2,7 Megawatt und 10 Megawattstunden Kapazität. Realisiert wird das Projekt gemeinsam mit dem Systemintegrator TRICERA energy — es ist bereits die vierte gemeinsame Kooperation nach Projekten in Euskirchen, Wald-Michelbach und Weichenried.
Solche Hybridanlagen erlauben es, erzeugten Strom bedarfsgerecht ins Netz einzuspeisen statt ihn zu Spitzenzeiten ungenutzt zu verschenken. Für ABO Energy bedeutet das eine Diversifizierung der Erlösquellen jenseits der klassischen Windkraft — ein strategisch wichtiger Schritt, um die umfangreiche Projektpipeline in stabile Cashflows zu verwandeln.
Sanierung läuft, Belastungsprobe steht noch aus
Hinter der operativen Aktivität liegt ein schwieriges Jahr 2025: Der prognostizierte Jahresfehlbetrag beläuft sich auf rund 170 Millionen Euro. Seit Januar 2026 gilt eine Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Kreditgebern. Anfang März stimmten die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 mit über 99 Prozent den Sanierungsbeschlüssen zu — ein klares Votum, das es dem Unternehmen ermöglicht, Sicherheiten für künftige Ausschreibungen zu stellen.
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Personell gab es ebenfalls Veränderungen: Finanzgeschäftsführer Alexander Reinicke schied im März 2026 aus der Geschäftsführung aus.
Auf der Aktivseite stehen rund 650 Megawatt bereits genehmigter Windkraftprojekte in Deutschland sowie eine nach eigenen Angaben weiterhin positive Genehmigungslage in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich. Zuletzt kamen Tarifzuschläge für 16,4 Megawatt Windkraft in Deutschland hinzu.
Den eigentlichen Stresstest für den Sanierungsweg liefert der geprüfte Konzernabschluss 2025, der am 22. Juni 2026 veröffentlicht werden soll. Die ordentliche Hauptversammlung folgt am 13. August 2026. Bis dahin muss die operative Umsetzung genehmigter Projekte — wie der Baubeginn in Schönfeld — zeigen, ob die Pipeline tatsächlich die erhofften Cashflows für die Restrukturierung generiert.
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