ABO Wind heißt jetzt ABO Energy – und muss nach einer harten Prognosekorrektur vor allem eines liefern: einen belastbaren Weg aus den roten Zahlen. Nach der Aussicht auf den ersten Jahresverlust der Unternehmensgeschichte hat sich die Gesellschaft Zeit bei den Gläubigern verschafft und zusätzlich Liquidität über Projektverkäufe organisiert. Doch wie stabil ist die Finanzierung bis zum Sanierungskonzept?
- Prognose 2025: Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Mio. Euro erwartet
- Finanzierung: Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Finanzgläubigern geschlossen
- Liquidität: Verkauf von drei Solarprojekten in Frankreich (85 MWp)
- Nächste Termine: Sanierungsgutachten-Entwurf in der ersten Februarhälfte, Investoren-Call am 5. Februar
Stillhalteabkommen verschafft Zeit
Ende Januar wurde eine Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern wesentlicher Finanzierungen bekannt. Der Kern: Kreditgeber sollen während der Ausarbeitung eines Sanierungsplans keine möglichen Kündigungsrechte ziehen. Damit gewinnt das Unternehmen Zeit für eine umfassende Restrukturierung.
Zusätzlich versucht ABO Energy, auch die Inhaber der Unternehmensanleihe 2024/2029 in diese Vereinbarung einzubinden.
Solarprojekt-Verkauf stärkt die Liquidität
Um die Liquidität zu stützen, hat ABO Energy drei Solarprojekte in Frankreich mit zusammen 85 Megawatt Peak verkauft. Die Mitteilung dazu kam am 28. Januar. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen sich auf mehrere Geschäftsjahre verteilen – von 2024 bis 2027. Zu den Kaufpreisen wurden keine Angaben gemacht.
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Rekordverlust als Auslöser – Februar wird zum Prüfstein
Auslöser für die Maßnahmen ist die drastisch gesenkte Erwartung für 2025: Das Management rechnet mit einem Konzernverlust von rund 170 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen stark veränderte Marktbedingungen, die Sonderabschreibungen sowie Umsatzverschiebungen nach sich gezogen hätten. Als Reaktion läuft ein Transformations- und Effizienzprogramm.
Die angespannte Lage zeigt sich laut Mitteilung auch am Kapitalmarkt: Aktie und Anleihe haben in den vergangenen Monaten deutlich nachgegeben. Die Anleihe notierte zuletzt bei etwa 16% des Nennwerts (Stand: gestern).
Konkret richtet sich der Blick nun auf zwei fixe Punkte: Ein Entwurf für das externe Sanierungsgutachten wird in der ersten Februarhälfte erwartet, und am 5. Februar soll eine digitale Informationsveranstaltung weitere Details zum Sanierungsplan liefern.
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