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ABO WIND AG Aktie: Ein fragwürdiger Schritt?

Der Projektierer ABO Energy steht vor einem Rekordverlust und treibt die Sanierung voran, während die Position des Finanzvorstands unbesetzt bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordverlust von 170 Millionen Euro erwartet
  • Finanzvorstand-Posten seit März vakant
  • Gläubiger gewähren Aufschub bis Mai
  • Umbau zum Stromproduzenten geplant

Die Uhr tickt für ABO Energy. Bis Ende Mai muss ein unabhängiger Gutachter die Durchfinanzierung bestätigen. Nur dann verlängern die Gläubiger ihre Stillhaltevereinbarung. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase fehlt ein Finanzvorstand.

Führungslücke trifft auf Rekordverlust

Alexander Reinicke verließ das Unternehmen im März mit sofortiger Wirkung. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht. Das restliche Managementteam übernimmt seine Aufgaben. Mitten in der aktiven Restrukturierung ist das ein massives Problem.

Die Ausgangslage ist ernst. Für 2025 erwartet der Vorstand einen Rekordverlust von rund 170 Millionen Euro — das erste Minus der Firmengeschichte. Sinkende Einspeisevergütungen und Projektverschiebungen belasten die Bilanz. Wertberichtigungen von 35 Millionen Euro verschärfen die finanzielle Schieflage.

Gläubiger geben Zeit

Die Anleihegläubiger haben ihren Teil zur Sanierung beigetragen. Im März stimmten sie den Plänen fast einstimmig zu. Eine wichtige Negativverpflichtung ruht nun bis Ende 2026.

Damit kann ABO Energy wieder Sicherheiten für neue Projekte hinterlegen. Im Tagesgeschäft gibt es kleine Lichtblicke. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich Zuschläge für Windparkerweiterungen von gut 16 Megawatt. Insgesamt hält der Entwickler nun genehmigte deutsche Windprojekte mit 650 Megawatt Leistung.

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Frisches Kapital gesucht

Hinter den Kulissen baut das Management das Geschäftsmodell um. ABO Energy will vom reinen Projektierer zum unabhängigen Stromproduzenten werden. Der Konzern plant, künftig eigene Wind- und Batterieanlagen zu betreiben. Das verspricht stabilere Einnahmen.

Der Umbau kostet allerdings viel Geld. Dieses Kapital fehlt dem Unternehmen aktuell. Das Ziel eines Gewinns von 50 Millionen Euro im Jahr 2027 wackelt ohne externe Geldgeber. Liquidität kommt derzeit vor allem durch Projektverkäufe im Ausland herein.

Der nächste konkrete Gradmesser steht bereits im Kalender. Am 22. Juni legt ABO Energy den Jahresabschluss für das Krisenjahr 2025 vor. Mitte August folgt die Hauptversammlung. Zeigt der Abschluss stabile Kassenbestände durch Projektverkäufe, steigen die Chancen auf neues Investorenvertrauen.

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