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Symbolbild, KI-generiert

ABO Energy: Verlustprognose auf 170 Millionen verdoppelt

ABO Energy rechnet mit 170 Millionen Euro Verlust und verschiebt die Gewinnzone auf 2027. Die Sanierungsgespräche mit Kreditgebern laufen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verlustprognose auf 170 Millionen Euro erhöht
  • Gewinnzone erst 2027 erwartet
  • Stillhalteabkommen mit Banken verlängert
  • Operatives Geschäft läuft trotz Bilanzdruck

ABO Energy hat seine Verlustprognose für 2025 fast verdoppelt. Statt rund 95 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nun mit einem Fehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Der Grund: verschobene Rechteverkäufe bei Wind- und Batterieprojekten in Deutschland sowie Wertberichtigungen durch veränderte Marktbedingungen.

Die Rückkehr in die Gewinnzone verschiebt sich damit auf 2027 — auf EBITDA-Ebene. Für 2026 plant ABO Energy weitere Investitionen in den Umbau des Geschäftsmodells.

Stillhaltevereinbarung gibt Zeit

Ein erster Entwurf des Sanierungsgutachtens bescheinigt dem Unternehmen grundsätzliche Sanierungsfähigkeit. Entscheidend ist jedoch, ob ABO Energy eine tragfähige Finanzierung mit seinen Kreditgebern vereinbaren kann. Um diese Gespräche zu führen, verlängerte das Unternehmen eine Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Kreditgebern bis Ende Juli.

Operative Signale sind indes positiv. Bei der Mai-Ausschreibung für Windkraft in Deutschland ging ABO Energy mit über 150 Megawatt ins Rennen. Außerdem erhielt das Unternehmen einen Tarif für den Solarpark Birkholz in Brandenburg mit 7,8 Megawatt peak Leistung. Das zeigt: Das operative Geschäft läuft, auch wenn die Bilanz unter Druck steht.

Hauptversammlung als nächster Fixpunkt

Die Aktie befindet sich seit August 2025 in einem anhaltenden Abwärtstrend. Kein Wunder — die Kombination aus wachsenden Verlusten, laufenden Sanierungsgesprächen und ungesicherter Finanzierung belastet das Papier erheblich.

Am 13. August findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Dort will das Management Aktionäre über die weitere Ausrichtung und die Fortschritte bei der Finanzierungssicherung informieren. Bis dahin bleibt die Stillhaltevereinbarung mit den Banken der entscheidende Puffer — läuft sie Ende Juli aus, ohne dass eine Lösung steht, erhöht sich der Druck erheblich.

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