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Symbolbild, KI-generiert

ABO Energy: Hälfte des Grundkapitals aufgebraucht

ABO Energy verliert die Hälfte seines Grundkapitals und muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Die Prognose für 2026 wird gestrichen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hälfte des Grundkapitals aufgebraucht
  • Jahresprognose für 2026 kassiert
  • Sanierungsfähigkeit durch Gutachten bestätigt
  • Banken verlängern Stillhalteabkommen bis Juli

Ein massiver bilanzieller Einschnitt zwingt ABO Energy zu einem drastischen Schritt. Der Entwickler von Erneuerbare-Energien-Projekten hat die Hälfte seines Grundkapitals aufgebraucht. Das erfordert die unverzügliche Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung – und zerschlägt die Hoffnungen auf eine rasche Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

Der Vorstand kassiert die bisherige Prognose für das laufende Jahr. Ursprünglich wollte das Management 2026 wieder ein positives Konzernergebnis ausweisen. Hohe Aufwendungen für den strategischen Umbau machen diesen Plan zunichte. Erst für 2027 peilt die Führungsriege eine Rückkehr in die operative Profitabilität auf EBITDA-Basis an.

Sanierung hängt an den Banken

Trotz der Schieflage bescheinigt ein erster Gutachtenentwurf dem Unternehmen die Sanierungsfähigkeit. Chief Restructuring Officer Britta Hübner wertet das Papier als entscheidenden Meilenstein. Die Fortführung ist allerdings an eine harte Bedingung geknüpft: ABO Energy muss eine tragfähige Finanzierungsvereinbarung mit den Gläubigern aushandeln.

Um Zeit für diese Gespräche zu gewinnen, haben die finanzierenden Banken eine bestehende Stillhaltevereinbarung bis Ende Juli 2026 verlängert. Bis dahin muss eine nachhaltige Lösung stehen. Nur so lässt sich die Liquidität langfristig sichern.

Operatives Geschäft läuft weiter

Abseits der Bilanzprobleme meldet das Unternehmen Fortschritte im Tagesgeschäft. Bei der jüngsten Mai-Ausschreibung für Windkraft in Deutschland sicherte sich ABO Energy Zuschläge für Projekte mit mehr als 150 Megawatt Gesamtkapazität. Parallel dazu bewilligte die Bundesnetzagentur den Solarpark Birkholz in Brandenburg mit einer Spitzenleistung von knapp acht Megawatt.

Den Aktionären stehen nun unruhige Wochen bevor. Die gesetzlich vorgeschriebene außerordentliche Hauptversammlung wegen des Kapitalverlusts wird kurzfristig terminiert. Regulär treffen sich die Anteilseigner am 13. August 2026. Vorab liefert der Juni weitere Details: Dann veröffentlicht das Unternehmen den geprüften Konzernabschluss für das Jahr 2025.

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