Die ABO Energy-Aktie stürzt heute erneut ab. Der Grund: eine drastische Prognosesenkung, die das Ausmaß der Unternehmenskrise offenlegt. Statt der bereits gesenkten 95 Millionen Euro Verlust erwartet das Management nun ein Minus von 170 Millionen Euro für 2025. Analysten reagieren mit massiven Kurszielkürzungen – und das Vertrauen der Investoren ist praktisch zerstört.
Die wichtigsten Fakten:
- Aktie fällt auf 6,20 Euro (-3,13 % auf Tradegate)
- Jahresverlust 2025 nun bei 170 Mio. Euro statt 95 Mio. Euro erwartet
- First Berlin kappt Kursziel von 31 auf 8 Euro
- Marktkapitalisierung auf nur noch 59,54 Mio. Euro geschrumpft
- Minus von 84 % binnen Jahresfrist
Analysten ziehen massiv Kursziele
First Berlin Equity Research senkte das Kursziel dramatisch von 31 auf 8 Euro. Das Bankhaus Metzler reduzierte auf 10 Euro bei „Hold“. Der Grund: massive Wertberichtigungen und erhebliche Projektverschiebungen belasten die Bilanz weit stärker als erwartet. Gleichzeitig wurde die Umsatzprognose von 250 auf 230 Millionen Euro gesenkt.
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) rief bereits am 12. Januar Anleiheinvestoren zur Interessensbündelung auf – ein klares Warnsignal für die angespannte Finanzlage des Unternehmens.
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Vertrauenskrise im Erneuerbaren-Sektor
Der Kursverfall markiert einen historischen Tiefpunkt für den Projektierer. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 46,80 Euro – davon ist die Aktie meilenweit entfernt. Die wiederholten Prognosekorrekturen haben das Vertrauen nachhaltig beschädigt.
Erschwerend kommt hinzu: Der gesamte Sektor der erneuerbaren Energien steht unter Druck. Hohe Zinsen, gestiegene Projektkosten und geopolitische Unsicherheiten treffen kapitalintensive Entwickler wie ABO Energy besonders hart.
Nächste Schritte entscheidend
Analysten erwarten für 2026 theoretisch einen Gewinn von 0,04 Euro je Aktie. Doch die Frage ist, ob das Unternehmen überhaupt die Kurve bekommt. Das Management muss nun schnell Restrukturierungsmaßnahmen einleiten, um das Vertrauen der Kapitalgeber zurückzugewinnen. Andernfalls drohen weitere rechtliche Schritte – etwa im Rahmen des Unternehmensstabilisierungsgesetzes (StaRUG). Die charttechnische Situation bleibt mit dem Unterschreiten der 6,30-Euro-Marke äußerst angespannt.
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