Europas Windbranche boomt und investiert Milliarden. Auf der Branchenmesse WindEurope in Madrid präsentiert sich ABO Energy selbstbewusst. Die Realität hinter den Kulissen sieht komplett anders aus. Das Wiesbadener Unternehmen kämpft sich aktuell durch die härteste Sanierung seiner Geschichte.
Rote Zahlen und ein Abgang
Das Geschäftsjahr 2025 geriet zum Fiasko. Das Management erwartet einen Nettoverlust von rund 170 Millionen Euro. Dem steht eine erwartete Gesamtleistung von 230 Millionen Euro gegenüber. Als Gründe nennt der Konzern niedrige Auktionserlöse, Projektverzögerungen und hohe Wertberichtigungen.
Die Krise trifft die Führungsspitze hart. Finanzchef Alexander Reinicke verließ ABO Energy im März nach zwei Jahrzehnten abrupt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Das verbleibende Team muss seine Aufgaben übernehmen. Ein Notbehelf zur Unzeit.
Gläubiger stützen den Umbau
Einen wichtigen Etappensieg erzielte das Unternehmen Anfang März. Die Inhaber der Anleihe stimmten dem Sanierungsplan fast einstimmig zu. Damit setzt ABO Energy eine lästige Schutzklausel aus. Der Konzern darf wieder an staatlichen Tarifausschreibungen teilnehmen.
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Parallel dazu treibt das Management das operative Geschäft voran. Folgende Projektfortschritte stützen aktuell die Bilanz:
- Kanada: ABO Energy verkaufte die Rechte für einen 63-Megawatt-Windpark.
- Kolumbien: Die Abschlusszahlung für ein 200-Megawatt-Solarprojekt floss auf die Firmenkonten.
- Deutschland: Neue Baugenehmigungen über 35 Megawatt erweitern das heimische Windportfolio.
Kapitalbedarf bestimmt die Zukunft
Der Aktienkurs spiegelt die angespannte Lage wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 49 Prozent an Wert. Das Management plant bis 2027 trotzdem einen Nettogewinn von 50 Millionen Euro.
Dieses Ziel steht und fällt mit neuen Investoren. Frisches Eigenkapital ist dringend nötig. Nur so gelingt der geplante Wandel zum unabhängigen Stromerzeuger. Am 13. August präsentiert der Vorstand seine Strategie auf der Hauptversammlung in Wiesbaden. Dort erhoffen sich Aktionäre einen konkreten Fahrplan für neues Kapital.
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