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Abivax: 530,4 Millionen Euro bis Q4 2027

Abivax kauft Umsatzbeteiligungen für 90 Mio. Dollar zurück und schafft so eine schlankere Kapitalstruktur vor der Markteinführung von Obefazimod.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von Umsatzbeteiligungen für 90 Mio. Dollar
  • Hälfte in bar, Rest über zinslosen Kredit
  • Geringe Aktienverwässerung von 0,5 Prozent
  • Fokus auf Phase-3-Studie zu Colitis ulcerosa

Abivax räumt seine Bilanz auf. Das Biotech-Unternehmen kauft ausstehende Umsatzbeteiligungen zurück. Das Ziel: eine schlankere Kapitalstruktur vor der geplanten Vermarktung des Hoffnungsträgers Obefazimod.

Der Rückkauf der Zertifikate aus dem Jahr 2022 kostet insgesamt 90 Millionen Dollar. Abivax zahlt die Hälfte davon in den kommenden Tagen in bar. Die restlichen 45 Millionen Dollar fließen über einen zinslosen Verkäuferkredit.

Diesen Kredit begleicht das Management durch die Ausgabe neuer Anteile. Insgesamt entstehen 403.347 neue American Depositary Shares (ADS). Der Preis pro Aktie beläuft sich dabei auf 111,57 Dollar.

Für bestehende Aktionäre bedeutet dieser Schritt eine geringe Verwässerung von etwa 0,5 Prozent. Indes bleibt die finanzielle Reichweite des Unternehmens beachtlich. Ende 2025 meldete Abivax liquide Mittel in Höhe von 530,4 Millionen Euro.

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Dieses Kapital reicht aus, um den Betrieb bis in das vierte Quartal 2027 zu finanzieren. Damit ist der Weg für die laufenden Studien frei. Das Team konzentriert sich nun primär auf die späte klinische Phase.

Im Fokus steht dabei Obefazimod zur Behandlung von Colitis ulcerosa. Das Medikament befindet sich aktuell in der entscheidenden Phase 3 der klinischen Prüfung. In Chicago präsentierte das Team kürzlich aktuelle Forschungsdaten auf der Digestive Disease Week.

Die Daten untermauern die Ambitionen des Unternehmens im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Obefazimod bildet das Fundament der gesamten Pipeline. Mit dem Rückkauf der Lizenzrechte reduziert Abivax künftige Abgaben bei einem möglichen Markterfolg. Das Management schafft so mehr Spielraum für die kommerzielle Phase ab 2027.

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Diskussion zu Abivax

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.