Die geplante Übernahme von Exact Sciences durch Abbott Laboratories biegt auf die Zielgerade ein. Mit einer überwältigenden Zustimmung der Aktionäre und einer geplanten massiven Anleihe-Emission schafft der Medizintechnik-Riese Fakten. Doch der ambitionierte Expansionskurs trifft auf ein herausforderndes Marktumfeld, das Analysten bereits zu Kurszielsenkungen veranlasst hat.
Grünes Licht und Finanzierung
Die Weichen für die strategische Erweiterung im Diagnostik-Sektor sind gestellt: Am 20. Februar 2026 stimmten mehr als 99 Prozent der Anteilseigner von Exact Sciences dem Übernahmeangebot zu. Um den Kaufpreis von 105 US-Dollar je Aktie zu finanzieren, bereitet Abbott nun den Kapitalmarkt vor. Berichten zufolge plant der Konzern die Ausgabe von Anleihen im Volumen von rund 20 Milliarden US-Dollar.
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, sofern die üblichen Abschlussbedingungen erfüllt sind. Interessantes Detail am Rande: Während die Übernahme selbst breite Zustimmung fand, lehnten die Aktionäre des Zielunternehmens einen unverbindlichen Vorschlag zur Vorstandsvergütung im Zusammenhang mit der Fusion ab.
Analysten reagieren auf Zahlenwerk
Trotz der strategischen Fortschritte bleibt die Bewertung der Aktie, die seit Jahresanfang rund 7,7 Prozent an Wert eingebüßt hat, ein Thema für Experten. Barclays-Analyst Matt Miksic senkte bereits Anfang Februar das Kursziel von 169 auf 142 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei.
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Hintergrund dieser Anpassung sind die Ergebnisse des vierten Quartals 2025. Hier zeigte sich insbesondere im Ernährungsgeschäft (Nutrition) eine Schwäche, die den Gesamtumsatz belastete. Marktbeobachter setzen nun darauf, dass sich sowohl die Diagnostik- als auch die Ernährungssparte im Laufe des Jahres 2026 erholen werden.
Dividende und Konzernstruktur
Ungeachtet der Großakquisition hält das Unternehmen an seiner Ausschüttungspolitik fest. Das Board beschloss eine Quartalsdividende von 0,63 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 15. Mai 2026. Dies unterstreicht die Historie von über 50 Jahren mit stetigen Dividendenerhöhungen. Parallel dazu strafft Abbott seine Führungsstruktur: Die Größe des Verwaltungsrats wird ab dem 24. April 2026 von 13 auf 12 Mitglieder reduziert.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf das zweite Quartal 2026. Gelingt der reibungslose Abschluss der Exact-Sciences-Übernahme wie geplant, muss Abbott beweisen, dass die durch die 20-Milliarden-Dollar-Finanzierung steigende Verschuldung durch die erhofften Synergien im Diagnostik-Markt langfristig gerechtfertigt ist.
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