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Abbott Aktie: Insiderkauf

Abbotts CEO kauft nach schwachen Quartalszahlen Aktien im Wert von 2 Mio. Dollar. Analysten senken Kursziele, sehen aber weiteres Potenzial im Medizintechnikgeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CEO kauft Aktien nach Kursrückgang
  • Quartalsumsatz wächst, verfehlt Erwartungen
  • Analysten senken Ziele, bleiben positiv
  • Übernahme von Exact Sciences geplant

Wenn der CEO nach schwächeren Kursen eigene Aktien kauft, horcht der Markt auf. Genau das ist bei Abbott passiert – und trifft auf eine Phase, in der Analysten ihre Erwartungen neu kalibrieren. Was steckt hinter den jüngsten Signalen rund um den Gesundheitskonzern?

CEO greift zu – nach Druck auf den Kurs

Chairman und CEO Robert B. Ford hat am 23. Januar 2026 am offenen Markt 18.800 Abbott-Aktien gekauft. Das Volumen: rund 2 Mio. US-Dollar. Gemeldet wurde der Kauf am 26. Januar über ein Form-4-Filing bei der US-Börsenaufsicht SEC.

Marktbeobachter werten solche Käufe häufig als Vertrauenssignal – vor allem, wenn sie nach einer Phase mit Gegenwind am Aktienmarkt kommen. Genau diesen Kontext liefert Abbott selbst: Nach der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal 2025 stand die Aktie unter Druck.

Q4-Zahlen: Wachstum ja, aber nicht überall

Operativ zeichnete der Quartalsbericht ein gemischtes Bild. Der Umsatz lag bei 11,46 Mrd. US-Dollar und stieg damit im Jahresvergleich um 4,4%. Gleichzeitig blieb Abbott laut Bericht hinter einigen Analystenschätzungen zurück. Ein Treiber der Enttäuschung war das schwächere Nutrition-Geschäft.

Dass der CEO kurz danach zugekauft hat, passt in dieses Bild: Der Markt diskutiert weniger das „Ob“ von Wachstum, sondern stärker die Frage, wo es herkommen soll – und welche Bereiche kurzfristig bremsen.

Analysten justieren Kursziele – Fokus auf Medizintechnik

Nach Kursreaktion und Quartalszahlen haben mehrere Häuser ihre Einstufungen und Kursziele angepasst:

  • Freedom Capital: Hochstufung von „Hold“ auf „Buy/Strong-Buy“, Kursziel 120 US-Dollar (zuvor 130)
  • Leerink Partners: „Market Perform“ bestätigt, Kursziel 119 US-Dollar (zuvor 136)
  • Daiwa Capital Markets: „Outperform“ bestätigt, Kursziel 113 US-Dollar (zuvor 136)

Auffällig: Trotz teils deutlich gesenkter Kursziele bleibt der Grundton konstruktiv. Als wiederkehrender Wachstumstreiber wird in den Einschätzungen vor allem das Segment Medical Devices genannt.

Auch technisch ist die Aktie angeschlagen: Mit einem Schlusskurs von 92,16 € liegt sie rund 17% unter dem 200-Tage-Durchschnitt – ein Hinweis darauf, dass der Markt die jüngsten Themen noch nicht abgehakt hat.

Ausblick: 2026-Guidance und Exact-Sciences-Deal

Für 2026 stellt Abbott ein bereinigtes verwässertes Ergebnis je Aktie (adjusted diluted EPS) von 5,55 bis 5,80 US-Dollar in Aussicht. Zusätzlich richtet sich der Blick auf ein konkretes Ereignis: Die geplante Übernahme von Exact Sciences soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Abbott erwartet davon eine spürbare Stärkung der Position im Bereich Krebsdiagnostik – ein Meilenstein, an dem sich die nächste Bewertungsrunde der Aktie mitentscheiden dürfte.

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