Abbott Laboratories steht diese Woche gleich zweimal vor Gericht – mit unterschiedlichem Ausgang. Während ein US-Bundesgericht eine Sammelklage wegen Datenschutzverstößen abschmetterte, begann zeitgleich in Illinois ein Prozess um Vorwürfe gegen Babynahrungsprodukte. Beide Verfahren könnten Signalwirkung für die Branche haben.
Datenschutz-Klage gescheitert
Am 2. März wies Richter Manish S. Shah vom US-Bezirksgericht in Illinois eine Sammelklage gegen Abbott endgültig ab. Die Kläger hatten dem Konzern vorgeworfen, über Tracking-Pixel auf der Unternehmenswebsite sensible Gesundheitsdaten an Meta Platforms und Google weitergegeben zu haben. Konkret ging es um Nutzer, die ein kostenloses Probeabo für das Blutzuckermessgerät FreeStyle Libre angefordert hatten.
Das Gericht kam zu einem klaren Ergebnis: Die von den Klägern selbst vorgelegten Beweise – darunter Screenshots von Datenübertragungen – belegten nicht, dass tatsächlich geschützte Gesundheitsinformationen an Dritte weitergereicht wurden. Die Klage wurde mit Präjudiz abgewiesen, kann also nicht erneut eingereicht werden.
Prozess um Babynahrung läuft
Nur zwei Tage später begann vor dem Cook County Circuit Court in Chicago ein weiteres Verfahren. Vier Familien werfen Abbott vor, dass dessen Milchnahrung für Frühgeborene die schwere Darmerkrankung Nekrotisierende Enterokolitis (NEC) verursacht habe. Die betroffenen Kinder wurden zwischen 2012 und 2019 in Krankenhäusern im Raum Chicago geboren, drei von ihnen mussten operiert werden.
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Abbott bestreitet die Vorwürfe entschieden. Das Unternehmen betont, die Produkte seien medizinisch notwendig, wenn nicht genügend Muttermilch verfügbar sei. Der Prozess wird mehrere Wochen dauern und ist nur ein Ausschnitt: Knapp 1.000 ähnliche Klagen laufen gegen den Konzern.
Neue Zulassung für Herzpatienten
Abseits der Gerichtssäle gab es auch positive Nachrichten. Ende Februar genehmigte die US-Arzneimittelbehörde FDA das CardioMEMS HERO-System – ein implantiertes Messgerät zur Überwachung des Drucks in der Lungenarterie. Patienten mit Herzinsuffizienz können damit täglich Daten an ihre Ärzte übermitteln, um Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen.
Die Abbott-Aktie schloss am Freitag bei 108,65 US-Dollar und damit 1,33 Prozent schwächer. Der Titel notiert deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten: 50-Tage-Linie bei 116,67 Dollar, 200-Tage-Linie bei 124,91 Dollar. Die nächste Quartalsdividende von 0,63 Dollar je Aktie ist für Mitte Mai vorgesehen. Der Ausgang des Illinois-Prozesses dürfte in den kommenden Wochen Hinweise darauf geben, welches finanzielle Risiko die NEC-Klagen für Abbott darstellen.
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