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Symbolbild, KI-generiert

ABB Aktie: Zukauf in Japan

Im dritten Quartal stieg ABBs Umsatz um 14,3 Prozent, während der Nettogewinn leicht zurückging; der Japan-Zukauf ist geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ABB plant 51-Prozent-Anteil am Joint Venture
  • Kaufpreis beträgt 82,4 Milliarden Yen
  • Quartalsumsatz steigt auf 9,70 Milliarden Dollar
  • Nettogewinn sinkt auf 1,181 Milliarden Dollar

ABB steigt bei einem Gemeinschaftsunternehmen mit Mitsubishi Electric als Mehrheitseigner ein und legt am selben Tag Quartalszahlen vor. Der Konzern wächst zweistellig, verdient im Kern aber etwas weniger als vor einem Jahr.

Mehrheit am Niederspannungsgeschäft

ABB übernimmt 51 Prozent an einem Joint Venture, in das Mitsubishi Electric sein Niederspannungs-Schaltgeschäft einbringt. Die restlichen 49 Prozent bleiben beim japanischen Partner. Der Preis für den Mehrheitsanteil liegt bei 82,4 Milliarden Yen, umgerechnet rund 516 Millionen Dollar.

Das Geschäft umfasst Niederspannungs-Leistungsschalter, Schalter, Mess- und Steuertechnik sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungen. Es beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter und setzte im Geschäftsjahr bis März 2026 etwa 102,2 Milliarden Yen um. ABB will dort seine globale Technologie- und Vertriebsstärke mit Mitsubishis Produkten und Kundenbeziehungen verbinden, vor allem in Japan und im übrigen asiatisch-pazifischen Raum.

Die Erwartungen sind klar formuliert: Nach dem ersten Jahr soll das Joint Venture den Gewinn je Aktie steigern. Binnen fünf Jahren peilt ABB eine operative EBITA-Marge von mindestens 20 Prozent an.

Die neue Gesellschaft soll am 1. Dezember gegründet werden. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, die Übertragung des Geschäfts für den 1. Oktober 2027. Mitsubishi Electric rechnet im Geschäftsjahr bis März 2028 mit einem Gewinn von rund 90 Milliarden Yen aus dem Deal.

Umsatz wächst, Gewinn gibt leicht nach

Im dritten Quartal legte der Umsatz um 14,3 Prozent auf 9,70 Milliarden Dollar zu. Den Auftragseingang trieben nach Unternehmensangaben vor allem Rechenzentren an. Wie schon in den beiden Quartalen zuvor wuchsen beide Größen zweistellig.

Beim Nettogewinn zeigt sich ein anderes Bild. Er sank auf 1,181 Milliarden Dollar nach 1,208 Milliarden im Vorjahresquartal. Je Aktie blieben 0,65 Dollar, ein Cent weniger als zuvor. Die operative Marge verbesserte sich hingegen auf hohem Niveau noch einmal.

Dass der Gewinn trotz kräftigen Umsatzplus leicht fällt, ist für sich genommen kein Alarmsignal. Die verbesserte operative Marge spricht dafür, dass das Kerngeschäft profitabel wächst. Welche Posten unter dem Strich die Differenz erklären, ließ die Mitteilung offen.

Am Vortag hatte die Aktie in Stockholm 1,38 Prozent tiefer bei 897,40 schwedischen Kronen geschlossen. Die Reaktion auf Zukauf und Zahlen zeigt sich im heutigen Handel. Die nächsten konkreten Meilensteine beim Japan-Deal sind die Gründung des Joint Ventures am 1. Dezember und der Vollzug im Jahr 2027.

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Diskussion zu ABB

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.