Electrolux setzt auf einen radikalen Kurswechsel. Der schwedische Hausgerätehersteller baut sein Nordamerika-Geschäft massiv um und streicht weltweit tausende Stellen. Eine strategische Allianz mit der chinesischen Midea Group soll die operative Wende bringen.
Allianz mit Midea in Nordamerika
Die Kooperation mit dem chinesischen Partner umfasst drei Gemeinschaftsunternehmen. In Mexiko übernimmt Midea mit 65 Prozent die Mehrheit an einem Werk in Juarez. Parallel dazu behält Electrolux am Standort Anderson in South Carolina mit 55 Prozent die unternehmerische Kontrolle.
Das Werk in Anderson wird vorübergehend geschlossen. Die Produktion stellt von Kühlschränken auf Waschmaschinen um, der Neustart ist für 2027 geplant. In diesem Zuge fallen zunächst 1.200 Stellen weg, die bis 2028 durch neue Positionen ersetzt werden sollen.
Globaler Stellenabbau und Sparmaßnahmen
Weltweit fallen im Rahmen des Sparprogramms 3.000 Arbeitsplätze weg. Betroffen sind neben den USA auch Fertigungsstandorte in Chile und Ungarn. In Argentinien ruht die Produktion in Rosario aufgrund der schwierigen Marktlage bereits.
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Zur Finanzierung dieser Transformation plant Electrolux eine Kapitalerhöhung über neun Milliarden Schwedische Kronen. Rund 2,5 Milliarden Kronen fließen direkt in die globalen Umstrukturierungskosten. Der restliche Betrag dient primär der allgemeinen Stärkung der Bilanz.
Die Großaktionärin Investor AB unterstützt das Vorhaben. Ein Bankenkonsortium sichert die Emission der neuen Aktien ab. Die gesamte Branche kämpft derweil mit hohen Lagerbeständen und einer schwankenden Nachfrage der Konsumenten.
Der Fokus liegt nun auf der Integration der Gemeinschaftsunternehmen. Am für 2027 geplanten Wiederhochlauf der US-Produktion wird sich der Erfolg des Umbaus messen lassen.
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