AAK AB erlebt einen schwarzen Freitag an der Börse. Der schwedische Spezialist für pflanzliche Öle enttäuschte mit seinen Zweitquartalszahlen die Erwartungen deutlich. Der Aktienkurs brach massiv ein und erreichte zeitweise ein neues Jahrestief.
Umsatz und Absatz schwächeln
Der Nettoumsatz sank im zweiten Quartal auf 11,20 Milliarden schwedische Kronen. Das entspricht einem Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit einem höheren Wert von 11,60 Milliarden Kronen gerechnet.
Das Absatzvolumen ging ebenfalls leicht zurück. Es lag mit 486.000 Tonnen unter den Markterwartungen. Der bereinigte operative Gewinn sank auf 1,10 Milliarden Kronen. Der Gewinn je Aktie verfehlte mit 3,07 Kronen die Prognosen der Analysten deutlich.
Preisdruck und technische Probleme
Starker Preisdruck im Segment Food Ingredients belastete die Profitabilität. Hinzu kamen hausgemachte Probleme. Technische Ausfälle am Produktionsstandort Karlshamn bremsten das Ergebnis im Berichtsquartal zusätzlich aus. Inzwischen hat das Unternehmen die Schwierigkeiten behoben. Laut Konzernchef Johan Westman läuft die Fertigung mittlerweile wieder im Normalbetrieb.
Ein Lichtblick war die Entwicklung des operativen Cashflows. Dieser stieg signifikant an und erreichte einen Wert von 1,08 Milliarden Kronen. Technisch gilt das Papier bei einem RSI von 28,0 mittlerweile als massiv überverkauft. Trotz negativer Währungseffekte blickt das Management auf ein erstes Halbjahr mit insgesamt stabilen Volumina zurück.
Der Vorstand blickt vorsichtig auf die kommenden Monate. Er rechnet bis Jahresende mit anhaltend schwierigen Bedingungen auf den Weltmärkten. Die Aktie schloss am Freitag bei 19,18 Euro. Das entspricht einem Tagesminus von 13,13 Prozent. AAK hält dennoch an seinem Ziel eines langfristigen Gewinnwachstums von jährlich zehn Prozent fest.
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