Die Ermächtigung des Vorstands von 7C Solarparken zur Erhöhung des Grundkapitals ist am 20. Juli 2026 ausgelaufen. Das sogenannte Genehmigte Kapital 2021 hätte dem Vorstand erlaubt, das Grundkapital um bis zu 34.710.215,00 Euro durch neue Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Diese Flexibilität steht dem Unternehmen nun nicht mehr zur Verfügung, solange die Hauptversammlung keine neue Ermächtigung beschließt. Für Anleger bedeutet das zunächst: Kein zusätzlicher Verwässerungsspielraum durch diesen konkreten Kapitalrahmen, während sich der Solarpark-Betreiber operativ und personell weiter in Bewegung zeigt.
Vorstand setzt Insider-Käufe fort
Auffällig ist das Kaufverhalten von CEO Steven De Proost. Laut einer BaFin-Meldung erwarb er am 1. Juli 2026 insgesamt 75.244 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1,72 Euro. Nur wenige Tage zuvor, am 30. Juni, hatte er bereits 24.705 eigene Aktien zu 1,65 Euro gekauft. Beide Transaktionen liegen unterhalb des jüngsten Schlusskurses von 1,76 Euro, zu dem die Aktie zuletzt gehandelt wurde. Der Kurs hat sich damit binnen 30 Tagen um 6,97 Prozent verteuert und notiert inzwischen deutlich über dem Preisniveau, zu dem der CEO zugegriffen hat.
Q1-Zahlen übertreffen Ausblick, Dividende entfällt
Die Hauptversammlung in Köln beschloss Anfang Juni die vollständige Thesaurierung des Bilanzgewinns 2025 in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Eine Dividende für das Geschäftsjahr 2025 zahlt 7C Solarparken damit nicht aus, die Mittel fließen stattdessen in den Kapazitätsausbau. Operativ lieferte das erste Quartal 2026 einen positiven Kontrapunkt: Das EBITDA erreichte 7,7 Millionen Euro und lag damit über dem internen Quartalsausblick von 5,9 Millionen Euro, wenngleich unter dem Vorjahreswert von 8,3 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse sanken um 3 Prozent auf 10,3 Millionen Euro, die Stromproduktion lag bei 67 Gigawattstunden.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte der Vorstand seine Prognose: 50,0 Millionen Euro EBITDA, 66,5 Millionen Euro Umsatzerlöse und ein Cashflow je Aktie von 0,50 Euro. Der Aktienkurs bewegt sich derzeit rund 16,73 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 1,51 Euro, das im November 2025 markiert wurde.
Ausbau, Absicherung und Aktionärsstruktur
Parallel zu den Zahlen meldete das Unternehmen den Netzanschluss des Solarparks „Reuden Süd“ mit einer Kapazität von 20 Megawattpeak. Zusätzlich erhielt 7C Solarparken die vollständigen Genehmigungen für drei Batteriespeicher-Standorte in Heilgersdorf, Bitterfeld und Dessau. Zur Absicherung der Erlöse schloss das Unternehmen bereits im März Strompreis-Swap-Verträge für eine Kapazität von 100 Megawattpeak ab, die die Verkaufspreise für das zweite und dritte Quartal 2026 fixieren.
Auf der Kapitalseite hatte 7C Solarparken im Mai ein freiwilliges öffentliches Aktienrückkaufangebot abgeschlossen und dabei 1,7 Millionen Aktien zum Festpreis von 1,90 Euro je Stück erworben. In der Aktionärsstruktur meldete die belgische Versicherungsgesellschaft Patronale Life NV im März das Überschreiten der 3-Prozent-Schwelle und hält nun 3,05 Prozent der Stimmrechte.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist die Veröffentlichung des Halbjahresberichts 2026, die für den 23. September angesetzt ist. Bis dahin dürfte insbesondere das fortgesetzte Kaufverhalten des Vorstands als Signal für das Vertrauen des Managements in die eigene Aktie gelten, während der ausgelaufene Kapitalrahmen zeigt, dass das Unternehmen aktuell keinen unmittelbaren Bedarf für eine neue Ermächtigung zur Kapitalerhöhung sieht.
7C Solarparken-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue 7C Solarparken-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:
Die neusten 7C Solarparken-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für 7C Solarparken-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
7C Solarparken: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
