Steven De Proost, Vorstandsvorsitzender von 7C Solarparken, hat Anfang Juli erneut kräftig in Aktien des eigenen Unternehmens investiert. Wie aus einer meldepflichtigen Mitteilung hervorgeht, erwarb er 75.244 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1,72 Euro über Xetra. Der Kauf reiht sich in eine Serie von Insidertransaktionen des Managers ein und fällt in eine Phase, in der das Unternehmen operativ und kapitalseitig gleich mehrere Weichen neu gestellt hat.
Der Kurs der Aktie notiert aktuell bei 1,75 Euro und liegt damit knapp über dem Einstandspreis des CEO. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 9,01 Prozent zu Buche, zum 52-Wochen-Hoch von 2,00 Euro aus Mitte April fehlen der Aktie aber noch gut zwölf Prozent. Der Insiderkauf signalisiert damit ein Vertrauen des Managements in eine Bewertung, die deutlich unter den Jahreshochs verharrt.
Rückkauf abgeschlossen, EBITDA über Plan
Der Kauf des CEO folgt auf zwei operative Ereignisse, die das erste Halbjahr 2026 geprägt haben. Mitte Mai schloss 7C Solarparken ein freiwilliges öffentliches Aktienrückkaufangebot ab und erwarb dabei 1,7 Millionen Aktien von Aktionären zu einem Festpreis von 1,90 Euro je Stück. Der Rückkauf lag damit über dem aktuellen Marktniveau und markiert eine der größeren Kapitalmaßnahmen des Unternehmens in diesem Jahr.
Anfang Juni folgten die Zahlen für das erste Quartal 2026. Das EBITDA erreichte 7,7 Millionen Euro und übertraf damit den internen Ausblick von 5,9 Millionen Euro deutlich. Im Vorjahresvergleich fiel der Wert jedoch niedriger aus als die 8,3 Millionen Euro aus dem ersten Quartal 2025. Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 10,3 Millionen Euro, während die Stromproduktion bei 67 Gigawattstunden lag. Die Zahlen zeigen ein Unternehmen, das trotz rückläufiger Erlöse operativ besser abschnitt als selbst geplant.
Preisabsicherung soll Schwankungen dämpfen
Um die Ergebnisvolatilität künftig stärker zu begrenzen, hat 7C Solarparken bereits im März einen Hedging-Vertrag für ein Portfolio von 100 Megawatt Peak abgeschlossen. Für das zweite und dritte Quartal 2026 wurde laut pv magazine ein Festpreis von 40 Euro je Megawattstunde vereinbart. Solche Absicherungsgeschäfte reduzieren die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen an den Spotmärkten und sollen die Planbarkeit der Erträge in den kommenden Quartalen erhöhen.
Charttechnisch zeigte sich zuletzt eine positive Tendenz: Die Aktie kreuzte im Juli eine kurzfristige gleitende Durchschnittslinie nach oben, was in automatisierten Analysen als Kaufsignal gewertet wurde. Fundamentaler dürfte für Anleger jedoch der nächste Termin sein: Am 23. September 2026 veröffentlicht 7C Solarparken den Halbjahresbericht 2026. Dann wird sich zeigen, ob sich der positive Trend beim EBITDA aus dem ersten Quartal fortsetzt und wie sich die Preisabsicherung im zweiten Quartal auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Der jüngste Insiderkauf des CEO nahe der aktuellen Kursmarke von 1,75 Euro dürfte bis dahin als Signal für das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung im Fokus bleiben.
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