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Symbolbild, KI-generiert

3M Aktie: 63,09 Prozent Ausschüttungsquote

Die Ausschüttungsquote von 3M steigt rasant, während milliardenschwere PFAS-Rechtsstreitigkeiten die Bilanz belasten. Der Aktienkurs zeigt sich schwach.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ausschüttungsquote steigt auf 63 Prozent
  • PFAS-Klagen belasten finanzielle Planung
  • Aktie notiert knapp über 200-Tage-Linie
  • Quartalszahlen im Juli mit Spannung erwartet

3M navigiert durch ein schwieriges Fahrwasser. Das Erbe chemischer Altlasten belastet die Bilanz, während die Aktionäre auf hohen Ausschüttungen pochen. Der Kurs sank am Montag um 1,33 Prozent auf 137,60 Euro.

Dividende frisst Gewinne auf

Die Dividende bleibt das Aushängeschild des Industriekonzerns. Seit mehr als einem Jahrhundert zahlt 3M verlässlich. Zuletzt hob das Management die Quartalszahlung um sieben Prozent auf 0,78 US-Dollar an. Im ersten Quartal flossen so Milliardenbeträge an die Anteilseigner zurück.

Die Kosten für diese Großzügigkeit steigen jedoch spürbar. Die Ausschüttungsquote sprang innerhalb von nur zwei Quartalen von 46,64 Prozent auf 63,09 Prozent. Damit fließt ein immer größerer Teil der Gewinne direkt an die Investoren ab. Kritiker befürchten, dass dadurch notwendige Investitionen in die Zukunft des Konzerns auf der Strecke bleiben könnten.

Juristisches Erbe belastet

Indes arbeitet der Konzern seine juristische Vergangenheit ab. Im US-Bundesstaat Minnesota wurden jüngst 20 Millionen US-Dollar aus einem Vergleich für Umweltprojekte zugeteilt. Dieser Betrag ist Teil einer Vereinbarung über insgesamt 850 Millionen US-Dollar zur Sanierung von Trinkwasserquellen.

Das ist jedoch nur ein Bruchteil der potenziellen Gesamtkosten. Landesweit sind noch über 15.000 Klagen wegen der sogenannten PFAS-Chemikalien offen. Diese „Ewigkeitschemikalien“ stehen im Zentrum langwieriger Rechtsstreitigkeiten, die die finanzielle Planungssicherheit des Unternehmens weiterhin erschweren.

Chartbild liefert wenig Halt

An der Börse zeigt sich ein Bild der Konsolidierung. Mit 137,60 Euro liegt das Papier nur hauchdünn über dem 200-Tage-Durchschnitt von 136,02 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht die Aktie ein minimales Minus von 0,36 Prozent.

Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 48,6 eine neutrale Marktlage. Anleger blicken nun gespannt auf die zweite Julihälfte. Dann wird der Bericht zum zweiten Quartal zeigen, wie stark das organische Wachstum in der Elektroniksparte tatsächlich ist. Neue Fakten zum Stand der PFAS-Sammelklagen dürften die Richtung für den restlichen Börsensommer vorgeben.

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