3i Group setzt konsequent auf den Rückkauf eigener Anteile. Trotz eines schwierigen Marktumfelds treibt die Investmentgesellschaft ihr 750 Millionen Pfund schweres Programm voran. Das Ziel ist klar: Die Kapitalstruktur optimieren und den Wert für Aktionäre steigern.
Bis Mitte Mai kaufte das Unternehmen bereits über 700.000 Aktien zurück und zog diese ein. Die Gesamtzahl der stimmberechtigten Aktien liegt nun bei gut 1,02 Milliarden Stück. Eigene Anteile hält 3i derzeit nicht im Bestand.
Der Rückkauf erfolgt in einer Phase schwacher Kurse. Seit Jahresanfang verlor das Papier knapp 30 Prozent an Wert. Aktuell notiert die Aktie bei 26,33 Euro, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 51,50 Euro.
Wachstumsdämpfer beim Portfoliostar
Ein Grund für die Skepsis liegt beim wichtigsten Portfolio-Wert. Der niederländische Discounter Action meldete ein deutlich langsameres Wachstum. Die flächenbereinigten Erlöse stiegen zuletzt nur noch um 2,4 Prozent.
Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 6,8 Prozent. Konsumzurückhaltung in Frankreich und weniger Kundenbesuche in Deutschland bremsen die Kette. Zudem drückte das schlechte Wetter auf den Verkauf saisonaler Produkte.
Analysten sehen deutliches Kurspotenzial
Fundamental sieht es bei 3i Group dennoch solide aus. Der Nettoinventarwert (NAV) kletterte im Geschäftsjahr bis Ende März um 19 Prozent auf 3.030 Pence je Aktie. Die Infrastruktur-Sparte lieferte eine Rendite von sieben Prozent.
Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch gestimmt. S&P Global beziffert das durchschnittliche Kursziel auf 33,62 Pfund, was deutlich über dem aktuellen Niveau liegt. Andere Experten sehen das Potenzial sogar bei knapp 38 Pfund.
Das Rückkaufprogramm soll bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Im Sommer steht die Hauptversammlung an. Dort will sich das Management die Erlaubnis für weitere Aktienrückkäufe sichern.
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