2G Energy schwimmt auf einer massiven Auftragswelle. Besonders das Geschäft mit US-Rechenzentren füllt die Auftragsbücher des Spezialisten für Kraft-Wärme-Kopplung. Im ersten Halbjahr 2026 sammelte das Unternehmen Bestellungen über 400 Millionen Euro ein.
Dieser Wert übertrifft den Vorjahreszeitraum von 111 Millionen Euro deutlich. Ein Großauftrag für US-Datencenter im Mai markierte den Anfang dieser Entwicklung. Hinzu kommen weitere dreistellige Millionen-Abschlüsse in diesem Segment. Parallel dazu zieht die Nachfrage nach Biogas-Anlagen in Deutschland spürbar an.
Margen-Sprung erst ab 2027
Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr mit einem Rekordergebnis. Die Umsatzprognose für 2026 liegt am oberen Ende der Spanne von 450 bis 490 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management bereits Erlöse von bis zu 620 Millionen Euro an.
Ab 2027 soll die Profitabilität deutlich steigen. Das Unternehmen strebt dann eine EBIT-Marge von über 11 Prozent an. Aktuell bremsen Einmalkosten für ein neues IT-System und Verschiebungen im Produktmix die Rendite. Im Vorjahr lag die Marge noch bei 6,6 Prozent.
Kurskorrektur nach Rekordrally
An der Börse kam die Rally zuletzt etwas ins Stocken. Nach einem Plus von 75 Prozent seit Jahresbeginn korrigierte das Papier um rund 16 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei 64,05 Euro.
Ein Insiderkauf am 7. Juli untermauert das Vertrauen der Führungsebene in die Strategie. Ein Mitglied des Managements erwarb Aktien für rund 65.000 Euro. Analysten bestätigen ihre Empfehlung mit einem Ziel von 73 Euro. Das entspricht einem Puffer von 18 Prozent zum aktuellen Kurs.
Anleger blicken nun auf die detaillierten Halbjahreszahlen im Sommer. Im August folgt die ordentliche Hauptversammlung des Unternehmens.
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