Trotz Rekordtief: Deutsche Bank bleibt für UBS vorerst auf „Sell“

Aktien der Deutschen Bank haben ein wahren Kursdebakel hinter sich. Seit Jahren im Rückwärtsgang, haben die Papiere auf Jahressicht rund 38 Prozent an Wert verloren. Blickt man auf die 5-Jahres-Performance, dann liegen die Papiere gut 75 Prozent im Minus, der mit Abstand schlechteste DAX-Wert. Zuletzt hatte sich die Talfahrt nochmals beschleunigt, Deutsche Bank-Aktien erreichten erst Anfang letzter Woche ihr Allzeittief bei 5,80 Euro. Seitdem konnten sich die Papiere wieder ein wenig erholen, aktuell werden sie bei Kursen um die 6,20 Euro gehandelt.

Trotz der aktuellen Kursschwäche sehen die Analysten der Schweizer Großbank aber weiterhin keine Kaufkurse. Im Gegenteil: In seiner jüngsten Studie zu Deutsche Bank-Aktien hat Analyst Daniele Brupbacher mit Blick auf die schwache Eigenkapitalrendite des deutschen Banksektors und dem derzeitigen Gegenwind in Form niedriger Zinsen seine Einstufung für die Papiere mit „Sell“ bestätigt, das Kursziel belässt er auf 5,70 Euro. Damit hiesige Geldhäuser (also auch die Deutsche Bank) wieder die Kurve kriegen, empfiehlt der Analyst die Optimierung des Filialnetzwerks sowie eine rasche Weiterentwicklung des Digital Bankings.

Bezogen auf dem aktuellen Kurs erwartet der Analyst weitere Kursverluste von bis zu 8 Prozent.

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