Presse: Deutsche Bank will bis zu 50 Mrd. Euro in „Bad Bank“ auslagern

Am Wochenende kursierten verschiedene Pressemitteilungen, nachdem die Deutsche Bank plant, Risiken aus Wertpapieren in eine sogenannte „Bad Bank“ auszulagern. So berichtet u.a. die Financial Times (kostenpflichtiger Inhalt), dass über eine „interne Abwicklungseinheit“ (also die „Bad Bank“) lang laufende Derivate im Gesamtvolumen von bis zu 50 Mrd. Euro ausgelagert werden sollen. Mit diesem Schritt will die Bank den geplanten Konzernumbau weiter vorantreiben und das über 330 Mrd. Euro schwere Portfolio an Derivaten reduzieren und damit Risiken aus den Büchern nehmen.

Zudem plant die Bank wohl, das Aktien- und Zinshandelsgeschäft außerhalb von Europa massiv zurückzufahren bzw. sich komplett davon zu trennen. Die Deutsche Bank selbst nahm zu den Gerüchten keine Stellung, konkrete Schritte zur Umsetzung der Umstrukturierungen sollen mit der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse bekannt gegeben werden.

Alleine die Gerüchte dürften den Aktien der Deutschen Bank heute zu einem freundlichen Wochenstart verhelfen. Vorbörslich werden die Aktien mit 6,10/6,12 Euro knapp 2% über dem Schlusskurs vom letzten Freitag von 6,02 Euro gehandelt.

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