Wirecard: Softbank steigt mit 900 Mio. ein – Gemeinsame Expansion geplant

Der Online-Bezahlabwickler Wirecard und der japanische Telekommunikations- und Beteiligungskonzern Softbank planen eine umfangreiche strategische Partnerschaft im Bereich digitaler Paymentlösungen einzugehen. Dast teilten beide Unternehmen heute vorbörslich mit. Dazu wurde heute von beiden Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung unterschrieben.

In Memorandum of Understanding (MoU) wird eine strategische Partnerschaft im Bereich digitaler Paymentlösungen vereinbart. Softbank wird Wirecards geografische Expansion nach Japan und Südkorea unterstützen und außerdem die Zusammenarbeit mit den globalen Portfoliogesellschaften der Softbank Group für digitale Payments, Analytics und innovative digitale Finanzdienstleistungen ermöglichen. Zudem soll im Rahmen der Partnerschaft noch die Zusammenarbeit im Bereich digitale Kreditvergabe erweitert werden, um so hochwertige Kundenportfolios, die starke Liqudität und die innovativen Finanzdienstleistungen von Softbank zu nutzen.

Im Rahmen der Partnerschaft wird sich ein Tochterunternehmen der Softbank Group mit rund 900 Mio. Euro in Form von Wandelschuldverschreibungen an Wirecard beteiligen. Die Wandelschuldverschreibungen werden von Wirecard begeben und erlauben es Softbank, nach Ablauf von fünf Jahren die Wandelschuldverschreibung zum Wandlungspreis von 130 Euro in insgesamt rund 6,9 Mio. Wirecard-Aktien zu wandeln. Das würde bedeuten, nach der Wandlung besitzt Softbank rund 5,6% der Anteile an Wirecard. Über die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung an Softbank, unter Ausschluss des Bezugsrechts der restlichen Aktionäre, muss die HV am 18. Juni noch entscheiden.

Die Anleger zeigen sich sowohl erfreut über die mit Unterstützung eines sehr starken Partners geplante Expansion in Japan und Südkorea, wie auch über einen neuen starken Ankeraktionär. Wirecard-Aktien springen zum Handelsstart um knapp 9% auf 134,35 Euro und sind damit der aktuell stärkste DAX-Wert.

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