Commerzbank: Der nächste Kandidat klopft an

Die Spekulationen nehmen ihren Lauf. Nachdem, von staatlicher Seite verordnet, die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank zur Deutschen Commerz wohl schon länger im Gange sind, schaltete sich kürzlich die italienische Unicredit in den Übernahmepoker ein und zeigte sich ebenfalls gewillt, die Commerzbank zu übernehmen. Was im Sinne der Commerzbank-Aktionäre vermutlich der bessere Weg wäre, von der Bundesregierung vermutlich aber keinen Segen bekommt.

Nun klopft der nächste Kandidat an und zeigt Interesse, die Commerzbank zu schlucken. Das zumindest berichtet heute das Manager-Magazin. Demnach hat der Vorstandschef der niederländischen Bank ING bei Commerzbank-Chef Martin Zielke um die Aufnahme von Fusionsgesprächen gebeten. Und wie bei der Unicredit bereits geschehen, lehnte Zielke diese vorerst ab. Was sicher im Interesse des 15%-Aktionärs Bundesregierung sein dürfte, die restlichen 85% der Anteilseigner dürften darüber vermutlich anders denken. Aber deren Wort dürfte gegenüber den bestimmenden 15% wohl wenig Gewicht haben.

Commerzbank-Aktien, die gestern bereits um 3% auf 7,96 Euro zulegen konnten, profitieren von den Meldungen über das Kaufinteresse der Konkurrenten und legen vorbörslich um weitere knapp 2% auf 8,10 Euro zu.

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