Wacker Chemie: Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr steht – Aktie verliert kräftig

Der Chemiekonzern Wacker Chemie, der u.a. den für die Solarindustrie wichtigen Rohstoff Polysilizium herstellt, hat heute seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019 beschlossen. Und die ist, vor allem aufgrund von erwarteten Rückgängen beim Preis für Polysilizium, enttäuschend ausgefallen.

Beim Umsatz erwartet Wacker Chemie einen Anstieg um einen mittleren einstelligen Prozentsatz, nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresumsatz von 4,98 Mrd. Euro erzielt wurde. Die Steigerung soll vor allem aufgrund höherer Absatzmengen bei Polysilizium und im Chemiegeschäft erreicht werden.

Aber aufgrund der erwarteten niedrigeren Durchschnittspreise bei Polyilizium rechnet Wacker beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) mit einem Rückgang um 10 bis 20 Prozent gegenüber dem im letzten Jahr erzielten EBITDA von 930 Mio. Euro. Dadurch werden auch alle anderen Ertragskennzahlen wie EBIT und EBITDA-Marge schwächer ausfallen.

Aktien fallen kräftig

Die Anleger reagieren enttäuscht auf die erwarteten deutlichen Ertragsrückgänge. Die im MDAX gelisteten Aktien rutschen um 7,6% auf 88,86 Euro ab und sind damit momentan auch der klar schwächste Indexwert. Damit verschlechtert sich die Jahresperformance weiter, denn innerhalb der letzten 12 Monate haben Anteilsscheine von Wacker Chemie damit bereits mehr als 26 Prozent verloren.

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