Schwerer Rückschlag für Biogen – Aktie bricht ein

Einen schweren Rückschlag im Bereich Alzheimer-Forschung musste der US-Biotechkonzern Biogen heute melden. Biogen hat zusammen mit dem Forschungspartner Eisai die Forschungsstudien zum Medikamentkandidaten Aducanumab, mit dem Alzheimer behandelt werden sollte, mit sofortiger Wirkung gestoppt. Die Entscheidung wiegt umso schwerer, da sich die Forschung bereits in Phase III befand, demnach bereits jede Menge Geld ins Projekt geflossen ist und mit entprechend großen Umsatzerwartungen verbunden war.

Als Grund für die Entscheidung teilte Biogen mit, dass die bislang durchgeführten Studien keine Aussicht auf Erfolg gehabt, das Mittel sei nur wenig wirksam gewesen.

An der Börse bestätigt sich heute genau das Szenario, das Biogen selbst für den Fall eines erfolglosen Ausgangs der Studien vorausgesagt hat. Biogen ging von einem deutlichen Wertverfall aus, was angesichts eines aktuellen Kurseinbruchs der Biogen-Aktie von knapp 30% auf 203 Euro an der Frankfurter Börse fast noch als Untertreibung gewertet werden kann.

Man darf gespannt sein, wie sich Biogen jetzt verhalten wird, um im wichtigen Feld der Alzheimer-Forschung nicht den Anschluss zu verlieren. Eine Indikation könnten Aussagen des Biogen-Chefs sein, der jüngst über mögliche Übernahmen in diesem Bereich gesprochen hat.

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